Partner der

Berufsorientierung leicht gemacht

Die Kirbachschule in Hohenhaslach wird künftig für Schüler noch attraktiver, denn beim Tag der offenen Tür am Mittwoch konnte Rektor Eginhard Fernow zwei Bildungspartnerschaften unterzeichnen.

|

Peter Heidler und Klaus Weiberle blicken hoffnungsfroh in die Zukunft, denn der Zimmermeister aus Freudental und der Weingutbesitzer aus Hohenhaslach werden es bei der Auswahl ihrer Auszubildenden in den kommenden Jahren einfacher haben. " Wir verstehen uns als offene Schule, die in ihr örtliches Umfeld sehr gut eingebettet ist. Daher wollten wir auch Bildungspartnerschaften mit ortansässigen Handwerksunternehmen eingehen und unsere enge Verbundenheit mit ihnen signalisieren. Beide Seiten sollen davon profitieren können", betonte Schulleiter Eginhard Fernow. Während Heidler und Weiberle in Zukunft von Kirbachschülern als Praktikanten in ihren Betrieben unterstützt werden und an der Werkrealschule selbst ihre Berufsbilder vorstellen können, erhalten die Schüler die Möglichkeit, in unterschiedliche Ausbildungsbetriebe hineinzuschnuppern, um sich dort später auch tatsächlich um einen Ausbildungsplatz zu bewerben.

"Wir haben bereits Bildungspartnerschaften mit anderen Schulen und stellen jährlich einen Lehrling ein, der immer von einer dieser Partnerschulen kommt. Auf diese Weise können wir uns schon vor dem eigentlichen Start der Ausbildung intensiv kennen lernen", erklärte Heidler. Er will mit dem ehemaligen Bauunternehmer aus Hohenhaslach, Heinz Knodel, mit Kirbachschülern im Rahmen eines Praktikums das historische Bahnhöfle in Spielberg sanieren. "Dafür müssen allerdings noch einige Dinge vorab geklärt werden, denn das Gebäude müsste zunächst auf die andere Straßenseite versetzt werden", erläuterte Fernow, der sich freuen würde, wenn dieses Projekt tatsächlich von seinen Schülern mit Unterstützung der Unternehmer in Angriff genommen werden kann.

"In meinem Betrieb wiederum können die Schüler ein Praktikum und eine Ausbildung als Winzer machen, wie unsere offizielle Berufsbezeichnung lautet. Ihre Erfahrungen können sie im Schulweinberg neben der Kirbachschule gleich vor Ort anwenden. Zudem merken die Jugendlichen sehr schnell, ob der Beruf auch tatsächlich etwas für sie ist", sagt Weiberle.

In der achten Klasse machen die Werkrealschüler in der Kirbachschule zwei Betriebspraktika mit der Dauer von jeweils einer Woche. Dies wiederholt sich auch in der neunten Klasse. In der zehnten Jahrgangsstufe wiederum lernen die Schüler, die einen Hauptschulabschluss anstreben, vier Tage wöchentlich in der Kirbachschule und einen Tag in einem Unternehmen. "Jeder unserer Schüler soll an der Kirbachschule einen Abschluss erreichen, und dies gelingt auch in über 99 Prozent der Fälle. Letztes Jahr haben alle unsere Abschlussschüler auch einen Ausbildungsplatz bekommen. Hier kommt es nicht nur auf Vermittlung des Wissens in den einzelnen Fächern an, sondern wir fördern auch die Persönlichkeitsentwicklung unserer Schüler, holen die Eltern mit ins Boot und schaffen so ganz individuelle Lernsituationen. Damit sehe ich die Zukunft unserer Werkrealschule gesichert", sagte Fernow. Dies zeigte auch das Interesse der zahlreichen Besucher beim diesjährigen Tag der offenen Tür. Eltern und künftige Schüler hatten die Gelegenheit zum Austausch mit den Lehrern und konnten verschiedene Projekte kennenlernen.

Info Im Mai soll es zum Abschluss weiterer Bildungspartnerschaften für die Kirbachschule kommen.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Partner der

Ein stabiler Ausbildungsmarkt

Aufs Ganze gesehen, sieht es gut aus auf dem Ausbildungsmarkt im Landkreis. Nachwuchssorgen gibt es im Handwerk – und in einem Beruf, der eigentlich nicht unbeliebt ist. weiter lesen