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Barfußpfad: Berufsschüler bauen Spielattraktion für den Kindergarten Hohenhaslach

Die Kinder im evangelischen Kindergarten "Unterm Weinberg" in Hohenhaslach erwarten künftig besondere Sinneserlebnisse. Berufsschüler aus Ludwigsburg haben für die Kleinen einen mobilen Barfußpfad gebaut.

MICHAELA GLEMSER |

Adrian Zamporlini aus Hirschlanden bei Ditzingen strahlte, als er in die glücklichen Gesichter der Kinder blickte. "Es ist einfach schön zu sehen, wie viel Freude die Kinder an dem haben, was wir gebaut haben. Wenn wir an der Berufsschule gemeinsam etwas für die Allgemeinheit herstellen, ist das toll", schilderte der Schreinerlehrling. Gemeinsam mit seinen elf Freunden aus der Schreiner-Werkgruppe an der Oscar-Walcker-Schule in Ludwigsburg hat er rund drei Wochen an dem mehrteiligen Barfußpfad gewerkelt. Dieser Pfad wurde nun an den Kindergarten "Unterm Weinberg" in Hohenhaslach übergeben.

Die Jugendlichen, die zwischen 17 und 23 Jahren alt sind, kommen aus dem ganzen Landkreis Ludwigsburg sowie dem benachbarten Rems-Murr-Kreis und absolvieren ihrer Schreinerausbildung im ersten Lehrjahr. "Wir haben zunächst die raue Oberfläche der Kiefernholzbretter mit einem großen Hobel, der sogenannten Rauhbank, bearbeitet", erklärte der Schüler Patrick Adler den Mädchen und Jungen, die anschließend sogar selbst den schweren Hobel über das Holz gleiten ließen. Mit Hilfe einfacher Steckverbindungen konnten die 15 Kiefernhölzer, die mit unterschiedlichen Oberflächen bestückt waren, zusammengesetzt werden, und schon stand der neuen Sinneserfahrung für die Kindergartenkinder nichts mehr im Wege. "Diese Wahrnehmungsförderung ist für die Kleinen ganz wichtig. Daher war ich mit meinem Team natürlich sofort begeistert, als ich von der Idee des Barfußpfads hörte", betonte die Kindergartenleiterin Judit Knöller.

Die Lehrerin Bianca Schütz, die auch an der Oscar-Walcker-Schule unterrichtet, hatte den Kontakt zum Hohenhaslacher Kindergarten hergestellt, in den ihre beiden Söhne gehen. "Wir haben bereits in der Vergangenheit Barfußpfade für Behinderteneinrichtungen und Kindergärten im Landkreis gebaut, da dieses Vorhaben fester Bestandteil im Unterricht des ersten Schreinerlehrjahrs ist", machte der Werkgruppenleiter und Lehrer Albrecht Wildermuth deutlich. Alle Aussparungen auf den Brettern, in welchen die verschiedenen Oberflächenmaterialien befestigt sind, mussten die Schüler mit der Hand aushobeln. "Wir sehen dies auch als Werbung für den Schreinerberuf, den immer weniger junge Menschen ergreifen wollen", sagte Wildermuth.

Ganz vorsichtig tapsten die Kinder am Ende eines ereignisreichen Vormittags über Steine, Fahrradreifen, Kronkorken, Blech, Nüsse, Fliesen, Baumrinde, Dübel oder Schleifpapier und berichteten anschließend aufgeregt über das Piksen, Kribbeln oder Kitzeln an ihren Fußsohlen. Die 15 Elemente werden künftig in einem Regal im Atrium des Kindergartens aufbewahrt, sodass die Kinder selbst jederzeit den Pfad sowohl drinnen als auch draußen aufbauen können.

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