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Zwei Jahre Haft für Stiche und Schuss

Zu zwei Jahren Jugendgefängnis hat das Ludwigsburger Amtsgericht einen jungen Mann wegen Messerstichen und einem Schuss verurteilt.

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Gefährliche Körperverletzung, Bedrohung, Führen einer Schusswaffe, Diebstahl mit Waffen: Ein 18-jähriger Ludwigsburger musste sich vor dem Gericht seiner Heimatstadt für vieles verantworten. Am schwersten wog, dass er im Streit einen Schuss abfeuerte und auf denjenigen, der ihn entwaffnete, mit einem Messer einstach. Dafür sprach das Jugendschöffengericht ein Urteil von zwei Jahren Jugendgefängnis aus.

Markgröningen, Oßweil, Eglosheim, Jugendhilfeeinrichtungen, eine Obdachlosenunterkunft: Das waren die Lebensstationen des jungen Mannes, bevor er zum ersten Mal ins Gefängnis kam. Als die Jugendgerichtshilfe berichtete, seine Familie wolle nichts mehr mit ihm zu tun haben, weil die jüngeren Geschwister vor ihm beschützt werden müssten, brach der Angeklagte in Tränen aus.

Gegen den 18-Jährigen traten Zeugen aus dem Ort seiner Ex-Freundin auf. Ihr hatte er gedroht, sie umzubringen, wenn sie einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen lässt, weil er dachte, das Kind sei von ihm. Dabei hat er die Terrassentüre einer Wohnung eingeschlagen. In dieser Stadt kam es in einer Oktobernacht des vergangenen Jahres zu dem Vorfall mit den Waffen.

Der Ludwigsburger geriet mit einem 19-Jährigen in Streit und drohte diesem und seinen Freunden: "Ich habe eine Neun-Millimeter und ein Messer, ich mach' euch alle kaputt." Dann feuerte er einen Schuss ab. Der 19-Jährige konnte nicht wissen, dass es sich um einen Schreckschussrevolver handelte und bekam Todesangst. Er setzte sich auf ihn. Zusammen mit einem Freund schlug er diesem die Waffe aus der Hand. Da griff der Ludwigsburger ein Messer, das er um den Hals trug, und stach damit auf den noch auf ihm sitzenden 19-Jährigen ein. Dieser merkte an seinen 125 Kilo Körpergewicht gar nicht gleich, dass er durch Stiche in den Bauch, in den Oberschenkel und ins Knie verletzt wurde. Eine Studentin rief die Polizei, die den Ludwigsburger festnahm. Als der 18-jährige zu seinem Prozess erschien, sagte ihm die Staatsanwältin, sie hätte noch verhindern können, dass der Fall auf versuchten Totschlag angeklagt wird. Sie habe auf gefährliche Körperverletzung anklagen "wollen". Wäre es nach ihr gegangen, so hätten am Ende des Prozesses allerdings drei Jahre Jugendhaft gestanden. Der Angeklagte hatte während der Tat bereits eine Bewährung wegen eines vorgetäuschten Raubüberfalls in Fellbach abzuleisten.

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