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Wunsch nach mehr Bussen

Einigkeit darin, dass mehr für den Busverkehr getan werden muss, vorsichtige Äußerungen zur Stadtbahn, Differenzen mit Blick auf den Autoverkehr. So lassen sich die Ansichten zur Mobilität im Ludwigsburger Gemeinderat zusammenfassen.

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Der Omnibusbahnhof in Ludwigsburg. Im Rat gibt es den Wunsch nach einem Ausbau des Busangebots.  Foto: 

Der Kreistagsausschuss für Umwelt und Technik hat bereits beschlossen, einen Antrag auf Fördermittel für eine Stadtbahn durch Ludwigsburg zu stellen - wenn die Kommunen mitziehen. Im Ludwigsburger Gemeinderat waren bei der Generaldebatte zum Haushalt in dieser Frage indes nicht gerade Hurrarufe zu vernehmen.

Bei der CDU legt man Wert darauf, dass vor lauter ÖPNV nicht der Autoverkehr unter die Räder kommt. Fraktionschef Klaus Herrmann stellte klar: "Wir wollen ein Nebeneinander von Autos, Bussen, Fahrrädern und Fußgängern und kein Gegeneinander." Deshalb freute er sich, dass der Verband Region Stuttgart bei der Fortschreibung des Regionalverkehrsplans den Nordostring als Umfahrungsstrecke zwischen Ludwigsburg und Stuttgart aufgenommen habe, "auch wenn die derzeitige Landesregierung ihn nicht will". "Der Nutzen-Kosten-Faktor ist 6,7 und damit deutlich höher als der Nutzen-Kosten Faktor bei der Stadtbahn, der zwischen 1,3 und 1,4 liegt", sagte Herrmann. Was letztere betrifft, wolle man vor einer Entscheidung auch wissen, welche der 43 Busse wegfielen, also wo es Einschränkungen gebe.

Herrmann wies darauf hin, dass im nächsten Jahr ein ÖPNV-Konzept geplant sei, bei dem der Busverkehr nach Verbesserungsmöglichkeiten untersucht werden soll. Die CDU trage das mit. "Wir weisen allerdings darauf hin, dass auch die Neukonzeption wirtschaftlich sein muss und dass dadurch keine zusätzlichen Staus produziert werden dürfen", mahnte Herrmann.

Bei den Freien Wählern steht bereits eines fest: "Eine Stadtbahn quer durch Ludwigsburg geht gar nicht", erklärte Sprecher Reinhardt Weiss. Sinn könne nur eine Bahn bis an die Westseite des Bahnhofs machen, dann weiter über einen neuen ZOB - also eine Trennung in zwei Linien, wie sie auf Kreisebene als Alternative diskutiert wird.

Bei der SPD verspricht man sich auf jeden Fall deutliche Vorteile von einer Stadtbahn. Diese verbessere die Situation im Ballungsraum und mache den Umstieg auf den ÖPNV attraktiv, sagte die Fraktionsvorsitzende Margit Liepins. Nötig seien zudem mehr Busse und bessere Taktzeiten. Doch aus ihrer Sicht gibt die Stadtverwaltung hier nicht genug Gas: Seien dieser die Stadtbahn und die Busse nicht innovativ genug, weil man dafür keine nationalen und internationalen Preise bekomme, mutmaßte Liepins? Ihr Vorwurf: Die Stadt konzentriere sich zu stark auf die Elektromobilität und den Umstieg aufs Fahrrad.

Aus Sicht der Grünen gibt es insgesamt noch zu wenig Alternativen zum Auto: "Im Bereich zukunftsfähiger Mobilität geschieht zu wenig", bemängelte ihr Sprecher Markus Gericke. Der Autoverkehr belaste die Bürger mit Lärm und Luftverschmutzung. Er forderte Maßnahmen zur Busbeschleunigung und den Ausbau des Busangebots. Auf den Ruf der CDU nach dem Nordostring entgegnete Gericke, dieser solle "in Mottenkiste bleiben".

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