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Württemberger Weinsalon: Probelauf für neue Wein-Trends

Die Musikhalle in Ludwigsburg war gestern Treffpunkt für Weinzähne aus dem ganzen Land. Beim ersten Württemberger Weinsalon verkosteten die Besucher Rebensäfte von 24 Genossenschaften und informierten sich über neue Trends.

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An den Ständen von 24 Genossenschaften konnten die Besucher beim Weinsalon in der Musikhalle Weine aus ganz Württemberg verkosten.  Foto: 

Genüsslich schwenkte Werner Sedlatschek aus Aalen den Wein in seinem Glas. Er war eigens mit dem Zug nach Ludwigsburg gekommen, um beim Bummel von Stand zu Stand auf dem ersten Württemberger Weinsalon die Weine probieren zu können, die von 24 Weingärtnergenossenschaften angeboten wurden. "Die Veranstaltung ist eine tolle Idee, denn sie bietet Weinliebhabern die Gelegenheit, die Erzeugnisse verschiedener Winzergenossenschaften aus ganz Württemberg kennenzulernen", sagte Sedlatschek, der den Wein passend zu den Gerichten aussucht, die zuhause auf den Tisch kommen und den regionalen Anbau bevorzugt.

Einige der zahlreichen Besucher kamen auf Einladung ihrer Stamm-Weingärtner, aber das Gros der Weinzähne ließ sich vom vielfältigen Angebot der neuen Veranstaltung anlocken. "Die ganze Atmosphäre in der Musikhalle und speziell die Musik der Stuttgarter Saloniker passt natürlich perfekt zum Weingenuss. Ich bevorzuge eigentlich Trollinger mit Samtrot, aber lasse mich heute auch gerne von anderen guten Rebsorten überzeugen", erklärte Klaus Bienek aus Erligheim.

Ganz neue Erzeugnisse hatte beispielsweise die Württembergische Weingärtner-Zentralgenossenschaft (WZG) mit ihren veganen Weinen im Angebot. Die Nachfrage sei vor allem bei den Vertretern des Lebensmittelhandels sehr groß gewesen, machte Andreas Gramsch, Vertriebsleiter bei der WZG in Möglingen, deutlich. Für veganen Weine gebe es deutschlandweit im Moment noch wenige Anbieter. Insgesamt hat die Genossenschaft von drei Rebsorten 10.000 Flaschen abgefüllt, die bis zum Sommer verkauft sein werden, ist Gramsch überzeugt.

Auch in den Reihen der Weingärtner Stromberg Zabergäu gibt es ähnliche Tendenzen. "Wir erzeugen seit 1993 bereits echte Bio-Weine und wollen jetzt einen nächsten Schritt hin zu veganen Weinen unternehmen. Die Nachfrage ist da, und Bio-Weine sind inzwischen längst keine Nischenprodukte mehr", unterstrich Kellermeister Thomas Eberbach. Neuheiten gab es auch am Stand der Heuchelberg Weingärtner zu verkosten und zu besichtigen. "Wir haben die Erzeugnisse von unserem Standort Nordheim in einer ganz neuen Serie mit dem Titel WeinPalais Nordheim' unter dem Symbol eines Schlüssels zusammengefasst. Das ist nicht nur ein neues Markenzeichen, sondern soll auch für ganz besondere Schlüsselerlebnisse bei den Weingenießern sorgen", berichtete Werner Bender, Geschäftsführer der Heuchelberg Weingärtnern: "Wir haben die neue Serie auf der Messe ProWein' in Düsseldorf erstmals dem Fachpublikum präsentiert und sind nun gespannt auf die Reaktion der Verbraucher."

Bender ist bis zu 15 Mal pro Jahr auf Weinmessen in ganz Deutschland unterwegs, in einer alten Zeche in Dresden ebenso wie in einem stillgelegten Flughafengebäude in Berlin oder im Olympiapark in München. Der Württemberger Weinsalon in der geschichtsträchtigen Musikhalle brauche sich im nationalen Vergleich nicht zu verstecken, ist Bender überzeugt. Diese Ansicht teilt auch der ehemalige Geschäftsführer der Weinmanufaktur Untertürkheim Günther Hübner, der gestern ebenfalls ein Trendprodukt ausschenkte. Bei einer Cuvée aus Müller-Thurgau und Riesling wurde der Alkoholgehalt ganz bewusst reduziert. "Diese Art von Weinen wird immer beliebter", erläuterte Hübner. Kräftige Rotweine aus dem Barrique-Fass bewarb dagegen Monika Nägele vom Vertrieb der Felsengartenkellerei aus Besigheim. "Es ist wirklich toll, dass die Besucher beim Weinsalon die unterschiedlichsten Rebsorten aus verschiedenen Anbaulagen verkosten können", sagt sie. Etwas Vergleichbares gab es bis jetzt in der Region noch nicht. "Wir erhoffen uns, dass wir heute viele neue Weinliebhaber für uns gewinnen können", so Nägele.

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