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Weg der Blasmusik in die Zukunft

Der Blasmusik-Kreisverband veranstaltete für interessierte Musiker, Jugendausbilder und -dirigenten und musikalische Leiter der Blasorchester im Verband ein Musik-Seminar in Herrenberg-Gültstein.

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Corinna Zink und Thomas Wieser sind Musikexperten. Foto: Roland Greiner

Den Teilnehmern aus dem Kreis Ludwigsburg hatten sich noch einige Kollegen aus dem Kreisverband Heilbronn mit ihrer Vorstandschaft angeschlossen. Der musikalische Leiter des Geschäftsbereichs Musik im Ludwigsburger Kreisverband, Erwin Gutmann, konnte zu diesem Seminar die Coaching-Expertin Corinna Zink und den Absolventen der Hochschulen für Musik in Augsburg und Nürnberg, Thomas Wieser, gewinnen. Im Allgemeinen stellte Thomas Wieser den über 60 Seminaristen sein Konzept zu einer größtmöglichen Effizienz der Motivation und Klangschulung in einem Blasorchester vor.

Um den Klang eines Tones exakt lokalisieren zu können, ist es erforderlich, sich seinem Ursprung zu nähern und ihn im Verhältnis zu anderen Instrumenten klingen zu lassen. Wiesers Meinung nach "beginnen Töne im Kopf und müssen so mit dem Klangverständnis in Übereinstimmung gebracht werden". Seine "Klangwerkstatt" definiert sich nach dem Motto "Lerne(n) zu(zu)hören" und "Höre zu, wie du deinen Ton im Verhältnis zu anderen spielen musst". Praktische Beispiele und Wege zur Intonation nach dem "Schneemann-System", das den Klang in den tiefen Instrumenten-Registern aufbaut und "das homogen und transparent mit einem Schub von unten" die verschiedenen Klangfarben produziert, führen nach Wiesers Ansicht zu einer harmonischen Klangbalance im Orchester.

Corinna Zink beschäftigte sich nach ihrem Studium der Schulmusik mit Themen aus dem Sachgebiet der Vermittlung von emotionalen, psychischen und physischen Elementen, die zur Kommunikation in einem Orchester unabdingbar sind. Für sie ist die Kommunikation in einem Blasorchester der Austausch von nonverbalen Informationen, die einer Veränderung, einer Weiterentwicklung und Verbesserung auf musikalischer Ebene dienen. Kommunikation entsteht aber auch auf anderen Ebenen, sagte sie, wie bei der Begegnung mit dem Publikum, wobei die Musik "in der in ihr verwendeten Sprache ein adäquates Mittel schafft, um dadurch eine Botschaft zu vermitteln".

Die Referentin legte in weiteren Ausführungen die unterschiedlichen Formen der Kommunikation dar und ließ diese in interaktiver Gruppenarbeit herausarbeiten. Zu ihren Themenbereichen gehörte mit dem "Blasorchester 21" auch der Blick in die Zukunft, denn "die Erwartungen an die kommenden Generationen sind hoch". Musik könne die Entwicklung einer emphatischen Kompetenz fördern und eine Plattform bieten, in der Erfahrung und Erlebnis zusammenfließen. Ein nicht zu unterschätzendes Kriterium bei der Arbeit der Vereine sind Zinks Ansicht nach die modernen Kommunikationsmittel wie Facebook, Twitter und andere Soziale Medien.

In einem Dirigenten sieht die Referentin neben seinen musikalischen Aufgaben gleichzeitig einen Manager, der durch kompetentes Engagement sein Orchester in verschiedenen Facetten motivieren und managen kann und muss. Auch für Blasorchester sei es eine große Herausforderung, sich dem demografischen Wandel der Zeit zu stellen und durch Integration migrationsbestimmte Strukturen in das Musikgeschehen mit einzubeziehen, so Corinna Zink.

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