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Walter: Hätte gern weitergemacht Grüner bald nicht mehr Landes-Staatssekretär

Jürgen Walter wird in der grün-schwarzen Landesregierung nicht mehr Staatssekretär sein. Freiwillig hat der Asperger sein Amt nicht abgegeben.

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Scheidet unfreiwillig aus dem Amt: Jürgen Walter aus Asperg, Staatssekretär im Wissenschaftsministerium.  Foto: 

Die Ministerin bleibt dieselbe, der Staatssekretär wird ausgetauscht. Während Grünen-Frau Theresia Bauer auch im zweiten Kabinett Kretschmann baden-württembergische Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst bleiben wird, muss sich ihr Parteifreund, der direkt gewählte Ludwigsburger Abgeordnete Jürgen Walter, damit abfinden, dass seine Aufgaben als Bauers Staatssekretär künftig jemand anderes übernehmen wird (die BZ berichtete).

Walter bestätigt: "Es soll jemand anderes werden." Wer es wird, soll an diesem Dienstag bekanntgegeben werden, dann veröffentlicht Ministerpräsident Winfried Kretschmann seine Kabinettsliste. Für diesen Donnerstag sind die Vereidigungen angedacht.

Walters Abgang aus dem Ministerium war alles andere als freiwillig - gegenüber der BZ sagt er: "Ich hätte es gern weitergemacht." Die Gründe, warum er bald nicht mehr im Amt sein werde, seien ihm genannt worden, sagt Walter. Welche das waren, wollte er im BZ-Gespräch nicht nennen. Er sagte dazu nur so viel: Die Begründung "ist mir nicht klar geworden". Nun komme eine andere Lebensphase. "Familie und Privates, was fünf Jahre lang praktisch nicht stattgefunden hat, wird jetzt wieder etwas mehr zum Zuge kommen."

Walter bleibt Grünen-Abgeordneter im baden-württembergischen Landtag.

Offenbar wird der 58-Jährige als Staatssekretär gegen jemanden ausgetauscht, der nicht einmal Abgeordneter ist. Ist das nicht ein Schlag ins Gesicht für den altgedienten Kulturpolitiker Walter, der seit 1992 im Landtag sitzt? "Nöö", sagt der Mann aus Asperg, dem die Enttäuschung am Telefonhörer in Barcelona deutlich anzumerken ist - dort hat er am Montag Ministerpräsident Kretschmann vertreten, in der Regionen-Arbeitsgemeinschaft "Vier Motoren für Europa", der neben Baden-Württemberg noch das spanische Katalonien angehört, dessen Hauptstadt Barcelona ist, außerdem die Lombardei (Italien) und Rhône-Alpes (Frankreich). Walter beruft sich auf die Endlichkeit der Dinge und des Amtes: "So ein Mandat wird einem nur auf Zeit gegeben. Ich habe fünf Jahre einen guten Job gemacht, und habe viel erreicht." Als seinen wichtigsten Erfolg nennt er die Aufstockung der Kulturausgaben um 60 Millionen Euro im Doppelhaushalt 2015/2016.

Nachfragen, ob es Krach mit der Chefin Bauer gegeben habe, verneint ein Sprecher des Wissenschaftsministeriums. Er verweist auf eine gute Zusammenarbeit zwischen Ministerin und Staatssekretär. "Jürgen Walter hat eine Bilanz, die sich sehen lassen kann. Wer Staatssekretär wird, entscheidet der Ministerpräsident, wir sind mit der Entscheidung konfrontiert", behauptet der Sprecher.

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