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VW-Skandal und ein Preis

Die Verleihung des deutschen CSR-Preises bildete am Dienstag den Auftakt 12. Deutschen CSR-Forums in Ludwigsburg. Das Forum gilt als größte Veranstaltung ihrer Art zu Corporate Social Responsibility (CSR) und Nachhaltigkeit.

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Preisverleihung während des CSR-Forums in Ludwigbsurg (von links): Moderatorin Stephanie Haiber, die Preisträger Dr. Axel Friedrich und Jürgen Resch sowie der Vorsitzende des Kuratoriums Deutsches CSR-Forum, Wolfgang Scheunemann.  Foto: 

Stattliche 800 Teilnehmer aus mehreren Ländern hatte das CSR-Forum im Forum am Schlosspark in Ludwigsburg, die sich und ihre Arbeit im Bereich der Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility (CSR) präsentierten. Organisator Wolfgang Scheunemann, der in vier Monaten das Forum zusammengestellt und geplant hat, zeigte sich zufrieden über den Ablauf und die Resonanz, auch "weil kontroverse Themen konstruktiv diskutiert wurden".

Zum Thema Globale Digitalisierung lotete Professor Bert Rürup Chancen und Risiken für Europas Gesellschaft und Wirtschaft aus. Günther Oettinger sprach später zum selben Thema, das in die Zukunft gerichtet war: Wo findet in Zeiten von Google, Apple und Amazon zukünftig die Wertschöpfung statt und welche Auswirkungen kann es für die hiesige Wirtschaft geben, waren Kernfragen seines Vortrags. Zum Thema "Bauen neu denken" warf Professor Werner Sobek von der Universität Stuttgart Fragen zum künftigen Wohnen und der Materialien, die es dafür braucht, auf.

Kevin Borchers von Engagement Global sprach zuvor über bürgerschaftliches Engagement in Zeiten der Flüchtlingskrise. Im Bürgersaal waren zahlreiche Organisationen mit Ständen zum Thema Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit vertreten, auch ein Mercedes mit Brennstoffzellenantrieb der Hochschule Esslingen war ein Blickfang.

Hilfsorganisationen wie Terre des Hommes, World Vision oder Childhood informierten über ihre Arbeit. International aufgestellte Unternehmen wie Intertek, die von Lebensmitteltests über Trainings in Unternehmen bis zur Zertifizierung eine breite Palette bieten, fanden das Interesse der Besucher. Auch die Arbeit von Mercyships, die Dürr Dental aus Bietigheim-Bissingen seit 15 Jahren unterstützt, hatte einen der großen Stände. Das schwimmende Krankenhaus auf der "Africa Mercy" vor Westafrika ist nicht nur mit Dürr-Produkten ausgestattet, auch Auszubildende haben hier zwei Wochen lang Gelegenheit, mitzuhelfen. Das christlich geprägte Unternehmen aus Bietigheim-Bissingen war zum ersten Mal auf dem Forum vertreten und bekam auch gleich eine Nominierung für sein Engagement. "Wir freuen uns, dass wir als Unternehmen so gewürdigt werden", so Vorstandsvorsitzender Martin Dürrstein, der selbst schon eine Woche auf dem Schiff verbrachte.

Einen Preis gab es in diesem Jahr aber nicht für das Bietigheimer Unternehmen. Den erhielten für herausragendes CSR-Engagement Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, und der Verkehrsberater Dr. Axel Friedrich, Mitbegründer des International Council for Clean Transportation (ICCT) und viele Jahre Abteilungsleiter bim Umweltbundesamt. Gewürdigt wurde ihre Rolle bei Aufdeckung und Untersuchung des VW-Abgas-Skandals.

Mit dem Thema "Compliance im Top Management" ging's am zweiten Tag des Forums weiter und der Frage nach dem Fehlverhalten des Managements bei Volkswagen. In Sachen Kommunikation ebenfalls nicht ganz so gut verhalten hatte sich die Mercedes-Benz-Bank, die zwar einen Preis für CSR-Kommunikation hätte verliehen bekommen sollen, aber nicht erschienen war.

Preisträger des zwölften CSR-Forums

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, und Verkehrsberater Dr. Axel Friedrich (ICCT): CSR-Award für herausragendes Engagement im VW-Skandal.

Alnatura: Biodiversitätsmanagement zum Erhalt der weltweiten biologischen Vielfalt.

J. Schmalz GmbH: CO2-Vermeidung als Beitrag zum Klimaschutz.

"Ernst & Young" Wirtschaftsprüfungsgesellschaft: Gender Diversity. Mercedes-Benz Bank AG: CSR Kommunikation,

Rewe Group: Vorbildliche Kooperation eines Unternehmens mit NGOs/NPOs. Beemster: CSR in der Lieferkette.

Hogan Lovells: Mitarbeiterengagement.

DHL: Sonderpreis für Gelungene Maßnahmen zur Flüchtlingsunterstützung. Grüning/Michaels: Wissenschaftspreis des Deutschen CSR-Forums.

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