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Verkleidete Barrieren zum Schutz

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Die charakteristischen Engelsfiguren stehen auch dieses Jahr bereits auf dem Marktplatz in Ludwigsburg. 176 Stände laden die Marktbesucher zum Bummeln ein.  Foto: 

Alle Jahre wieder öffnet der Ludwigsburger Barockweihnachtsmarkt seine Pforten für Besucher aus der Region, aber auch für internationale Gäste. Von Donnerstag, 23. November, bis Freitag, 22. Dezember, gibt es auf dem Ludwigsburger Marktplatz und drumherum wieder Glühwein, Bratwurst und illuminierte Engelsfiguren. 30 volle Tage, trotz verhältnismäßig kurzer Weihnachtszeit, da Heiligabend dieses Jahr auf den vierten Advent fällt.

Der Weihnachtsmarkt beginnt in Ludwigsburg bereits fünf Tage vor dem Totensonntag – ein Alleinstellungsmerkmal in der Region, betont Melanie Mitna, seit zwei Jahren Leiterin der Abteilung für Veranstaltungen und Märkte von Tourismus & Events Ludwigsburg. Täglich hat der Markt von 11 bis 21 Uhr geöffnet.

Später Beginn am Totensonntag

„Aus Rücksichtnahme auf die Gottesdienste in den Kirchen beginnt das Programm am 26. November, dem Totensonntag, erst um 13 Uhr“, erklärt Mitna. „Das ist ein Geben und Nehmen mit den Kirchen“, sagt die Abteilungsleiterin von Tourismus & Events Ludwigsburg.

Mario Kreh, Geschäftsführer von Tourismus & Events Ludwigsburg, freut sich schon auf den Weihnachtsmarkt. Als Ludwigsburger kenne er den Barockweihnachtsmarkt gut, in der Position als Geschäftsführer von Tourismus und Events ist er allerdings erst seit dem 1. Juni. Die Strahlkraft des Ludwigsburger Weihnachtsmarkts sei ungebrochen, er erwarte wieder viele Busse, gefüllt mit Touristen im Weihnachtsfieber. Insgesamt rechnet er mit rund einer Million Besucher. Seit die Stände vor mehr als 20 Jahren zentrierter angeordnet worden sind, besteche der Markt mit den breiten Gassen, die imposant illuminiert werden können. Auch das immer weiter wachsende Kinderprogramm sei herausragend – dadurch sei ein Besuch auf dem Ludwigsburger Weihnachtsmarkt auch für Eltern entspannter geworden, weiß der Geschäftsführer aus eigener Erfahrung.

Der Gastronomie-Anteil bleibt, wie auch die Jahre zuvor, bei knapp 20 Prozent. Das Bio-Angebot habe sich dieses Jahr verdoppelt und mache nun fünf Prozent aus, berichtet Melanie Mitna. Die Qualität des Weihnachtsmarktes werde durch den kontrollierten Gastronomie-Anteil hoch gehalten. In diesem Jahr sei der Anteil an Kunsthandwerksständen auf 25 Prozent erhöht worden, um „den Besuchern schöne Einkaufsstände zu bieten“, sagt Mitna.

Die symmetrische, gradlinige Anordnung der Stände, die sich an der Gartenarchitektur des Residenzschlosses orientiert, bleibt bestehen. Einige Änderungen gibt es aber: Neben dem Marktplatz sowie der Oberen und Unteren Marktstraße, wird der Markt um die katholische Dreieinigkeitskirche ausgedehnt, um auch dort den Halbkreis zu schließen und die Symmetrie wiederherzustellen. Das sei vor allem der Baustelle an der Ecke zur Unteren Marktstraße geschuldet, die zum Bedauern der Organisatoren bestehen bleiben wird. „Wir kommen wohl auch dieses Jahr nicht um eine Baustelle herum“, sagt Mitna.

176 Stände und 180 Anbieter

Dadurch seien es trotz erweitertem Gebiet nicht mehr Stände als in den Vorjahren. 176 Stände und 180 Anbieter sind es insgesamt, die Zahl ergibt sich durch Doppelbelegungen einiger Stände. Zudem gibt es zwei Sozialstände, die fast täglich von anderen Marktbeschickern bespielt werden. Gerade für Vereine sei das eine tolle Sache, sagt Mitna.

Eine weitere Veränderung sei den Sicherheitsmaßnahmen geschuldet: „Die Jugendfarm zieht in den neuen Bereich bei der katholischen Kirche“, sagt Mitna. Der Stand sei über die Jahre zum Treffpunkt vieler Besucher geworden, sodass dort immer ein Pulk entstanden sei. Dieses Jahr soll der Platz freigelassen werden. Die Lücke soll einen Fluchtweg bilden. Ebenfalls gibt es keine Stände in der Kirchstraße.

Es werden Barrieren, die einen Zusammenstoß mit einem 7,5-Tonner aushalten sollen, an der Oberen und Unteren Marktstraße sowie an der Eberhard- und Asperger Straße aufgestellt. „Das soll nicht wie ein abschreckendes Bollwerk wirken, daher machen wir die Not zur Tugend und verkleiden die Barrieren einladend“, sagt Mitna. Die Anordnung in einer S-Schleife soll das langsame Durchkommen des Lieferverkehrs sowie der Rettungskräfte ermöglichen.

Die Programmreferentin von Tourismus & Events, Beate Schweickhardt, empfiehlt den besinnlichen Eröffnungstag mit dem Konzert des Knabenchors „collegium iuvenum“. Das tägliche Kinderprogramm beginnt unter der Woche um 16, die musikalischen Beiträge um 19 Uhr. Am Wochenende fangen die Programmpunkte jeweils um 13, 15, 17 und 19 Uhr an. Für Kinder gibt es Figurentheater, Mitmachkonzerte sowie Clowns und Zauberer. Musikalische Vielfalt wird auch geboten: von Pop über Klassik, Rock und Gospel bis hin zu internationaler Musik ist für jeden etwas dabei, sagt Schweickhardt. hevo

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