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Sportverein klagt Geld für Jugendkicker ein Streit um 180 Euro für zweimal Training

Weil ihn ein Sportverein auf Zahlung von Beiträgen verklagt hat, musste der Vater eines Fußballers vor Gericht antreten - und erzielte einen Teilerfolg.

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Es begann mit einem Training seines kleinen Sohnes - und endete vor Gericht. Denn weil das Kind nur kurz in dem Verein kickte, wollte der Vater nicht dafür zahlen. Der Ludwigsburger Verein sah das anders. Den geforderten Betrag von 260 Euro muss der Vater nun zwar nicht nachzahlen, da sich die Parteien auf einen Vergleich einigten. Mit 180 Euro für Probetraining und einmal richtiges Training kam den Vater das Fußball-Intermezzo seines damals neunjährigen Sohnes aber immer noch teuer zu stehen. 69 Prozent der Verfahrenskosten muss er außerdem tragen.

Vor Gericht führte der beklagte Vater aus, er könne sich die Geldforderungen eigentlich nicht erklären, zumal er dem Verein am 15. November 2013 eine Kündigung geschickt habe. Nach einem Probetraining und einem gemeinsamen Training sei sein Sohn nämlich gar nicht mehr hin gegangen. Der Sportverein hingegen gab vor Gericht an, die Kündigung sei bei ihm "so nicht angekommen". Auf dem Briefumschlag sei keine Adresse drauf gewesen. "Aber auf dem Kündigungsschreiben", konterte der Vater aus Ludwigsburg. Er habe frist- und formgerecht gekündigt und von dem Fußballverein das ganze Jahr 2014 "nichts mehr gehört". Erst 2015 habe ihn eine Anwaltskanzlei auf fehlende Beiträge hingewiesen.

Die Beweispflicht für die ordentliche Kündigung lag in diesem Verfahren beim Vater. Da er sie aber nicht per Einschreiben an den Verein geschickt hatte, hätte er Zeugen für die Kündigung bringen müssen. Als Beweismittel wurde ein Aufnahmebogen angeführt, auf dem lediglich "Jugend unter 18" angekreuzt war und sonst nichts. Die Felder bei den Kategorien "Vereinsbeitrag" und "Abteilungsbeitrag" waren leer. Dazu erklärte die Vertreterin des Vereins dem Richter: "Das kreuzen wir an, wenn nichts angekreuzt ist. Das ist immer so." Es gehe, so die Vereinsvertreterin weiter, aus dem Bogen hervor, dass Beiträge zu zahlen sind. Das vor Gericht auch zu beweisen, wäre wiederum das Problem des Vereins gewesen.

Der Vater des Jugendfußballers wollte sich "nicht um eine Lapalie herum streiten". Er habe dem Verein vor der Verhandlung vorgeschlagen, einen der geforderten Beiträge zu bezahlen, aber der Verein habe nicht darauf reagiert. Der Verein musste sich vom Gericht darauf hinweisen lassen, dass er die Leute über Zahlungen informieren muss, bevor sie eintreten. Der Richter schlug deshalb auch den Vergleich vor mit den Worten: "Sie wollen als Verein ja nicht die Leute gegen sich aufbringen." 80 Euro Jahresbeitrag und zweimal 50 Euro Abteilungsbeitrag muss der Vater des Fußballjungen nun umgehend begleichen.

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