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Schutz der Streuobstwiesen wird teurer

Seit 2011 läuft das kreisübergreifende Projekt "LIFE" mit dem Ziel, Lebensräume für gefährdete Tiere und Pflanzen zu verbessern. Auch der Landkreis Ludwigsburg ist beteiligt - und lässt sich nun den Naturschutz etwas mehr kosten.

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Die Landschaft des Strombergs braucht besondere Pflege. Auch der Landkreis beteiligt sich daran.  Foto: 

Damit es auf blühenden Obstwiesen summt und brummt und dazu auch Vogelstimmen ertönen, ist einiges an Arbeit nötig. Streuobstflächen müssen gepflegt werden, sonst gewinnen Hecken und Büsche die Oberhand. Von besonderer Brisanz ist das in Gebieten, die unter der Bezeichnung "Natura 2000" innerhalb der Europäischen Union unter besonderem Schutz stehen. Die EU hat deshalb besondere Programme aufgelegt, von denen sich dasjenige mit dem Titel "LIFE rund ums Heckengäu" den Schutz der natürlichen Lebensräume in den "Natura 2000"-Gebieten von Stromberg, Heckengäu und Schönbuch auf die Fahnen geschrieben hat. Auch der Landkreis Ludwigsburg macht neben dem Enzkreis, dem Kreis Calw und dem Kreis Böblingen bei dem Projekt mit. Die beteiligten Partner verpflichteten sich dabei gegenüber der EU zur Umsetzung einer Viel-zahl von Einzelmaßnahmen.

Wie die Kreisverwaltung unlängst im Ausschuss für Umwelt und Technik zum Stand der Umsetzung dargestellt hat, ist das Programm, dessen Laufzeit vom 1. September 2011 bis zum 31. August 2016 geht, grundsätzlich erfolgreich. So wurde im Landkreis in Vaihingen-Roßwag ein Weidezaun für das Naturschutzgebiet Roter Rain angelegt. In Markgröningen (Leudelsbachtal) und in Sachsenheim/Stromberg geht es um die Entbuschung und Erstpflege magerer Flachlandmähwiesen und Kalkmagerrasen. Weitere Aktionen betreffen die Entbuschung und Baumpflege im Vogelschutzgebiet Stromberg. Bis auf das Maßnahmenpaket Streuobstwiesen sind die übrigen Vorhaben im Landkreis Ludwigsburg abgeschlossen oder können mit den vorhandenen Mitteln umgesetzt werden.

Der Mehrbedarf für die Streuobstwiesen im Stromberg wird auf 70.000 Euro beziffert. Dieses Geld will der Landkreis nun zur einen Hälfte aus zusätzlichen Eigenmitteln und zur anderen Hälfte aus Sponsorenmitteln der Stiftung Umwelt- und Naturschutz der Kreissparkasse Ludwigsburg aufbringen. Im anderen Fall wäre die 50-prozentige EU-Kofinanzierung gefährdet gewesen. Die Kreisräte stimmten diesem Vorgehen zu, sodass sich nun der Kreisanteil an dem Projekt um 35.000 Euro von 91.500 auf 126.500 Euro erhöht.

Das gesamte Finanzvolumen für den Landkreis Ludwigsburg umfasst 273.000 Euro, für alle Landkreises zusammengenommen 1,83 Millionen Euro. Neben Mitteln der EU fließen auch Landesmittel in das Projekt. Auch die anderen beteiligten Kreise mussten für das Vorhaben etwas tiefer in die Tasche greifen als ursprünglich gedacht.

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