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Motto: "Lieber schlau als blau"

Die Jugend- und Drogenberatung "chillout" im Landkreis zieht eine positive Bilanz ihrer Arbeit im Jahr 2015. Es gab 90 Präventionsveranstaltungen.

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Die Einrichtung "chillout", die von Caritas und Diakonie im Landkreis Ludwigsburg getragen wird, widmet sich seit Jahren der Suchtprävention. Wie aus dem jetzt vorgelegten Jahresbericht hervorgeht, wurden im Jahr 2015 über 90 Präventionsveranstaltungen mit etwa 1800 Teilnehmern durchgeführt. Besonders eindrucksvolle Projekte im Bereich Prävention sei unter anderem ein schulübergreifender Elternabend in Markgröningen zum Thema Medienkonsum gewesen, an dem über 200 Eltern teilnahmen, heißt es in dem Bericht.

Unter dem Stichwort "Trinken lernen" wurde an zwei Schulen in Ditzingen das Projekt "Lieber schlau als blau" vorgestellt. Dieses von führenden Suchtforschern entwickelte Programm hat das Ziel, riskanten Alkoholkonsum von Jugendlichen zu verhindern, indem mit 15-jährigen Schülern einer Klasse zunächst geringe Mengen Alkohol konsumiert und die individuelle Wirkungsweise beobachtet und ausgewertet werden. Das Ziel dieses Projekts ist es, den Konsum von Alkohol bewusst zu erlernen.

Im vergangenen Jahr habe sich zudem der neue Standort der Diakonie in Kornwestheim etabliert. Durch seine Lage am Kornwestheimer Bahnhofsplatz sei dieser durch öffentliche Verkehrsmittel hervorragend zu erreichen. Dadurch sei es "chillout" gelungen, sich noch besser an die Bedürfnisse der jungen Menschen anzupassen, die zumeist mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind.

Als erfolgreiches Beratungsangebot habe sich auch "Speed Dating", die offene Sprechstunde an den Standorten Bietigheim und Ludwigsburg entwickelt, heißt es in der Mitteilung weiter, die ohne vorherige Terminvereinbarung aufgesucht werden kann und konstant nachgefragt wird.

In der Regel kommen die Jugendlichen nicht ganz freiwillig zur Beratung, sondern werden durch Institutionen wie Polizei oder die Jugendhilfe im Strafverfahren vermittelt. Ganz häufig sind es auch die eigenen Eltern, die die Jugendlichen zur Kontaktaufnahme drängen. Deshalb legen die Mitarbeiter von "chillout" nach eigener Aussage Wert auf eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern. Sie sind es, die ihre Söhne und Töchter dazu bewegen können, professionelle und unverbindliche Beratung in Anspruch zu nehmen.

Für interessierte Eltern bot "chillout" am 22. und 23. April wieder ein Elternseminar zum Thema Pubertät und Rauschmittelkonsum an, das sehr gut besucht war. Für das nächste Seminar, das am 11. und 12. November stattfindet, könne man sich bereits jetzt wieder anmelden.

In diesem Jahr möchte das "chillout"-Team, das Präventionsprojekt "Lieber schlau als blau" vorantreiben. Darüber hinaus beschäftigt die Berater die konzeptionelle Frage, wie sie einen breiteren Zugang zur zahlenmäßig anwachsenden Szene der jungen Methamphetamin- und Amphetaminkonsumenten bekommen können. Hierbei handelt es sich um gefährliche Drogen, die in der Partyszene zunehmend an Bedeutung gewinnen, von den Konsumenten jedoch häufig verharmlost werden.

Vor allem Cannabis und Alkohol machen Probleme

Klienten Die Klienten der Einrichtung "chillout" sind junge Menschen bis 27 Jahre und deren Eltern. 2015 wurden 670 Klienten betreut. Davon waren 434 männlich und 103 weiblich. 133 Eltern wurden beraten.

Drogen Die Mehrzahl der Klienten wurde wegen Cannabis- oder Alkoholmissbrauch betreut. Die drittstärkste Gruppe waren Amphetaminkonsumenten. Im Jahr 2015 wurden 92 Präventionsveranstaltungen durchgeführt mit rund 1800 Teilnehmern.

BZ

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