Partner der

Mittelstand als Aufhänger

|
Michael Theurer (zweiter von links), Stefanie Knecht, Christian Lindner (rechts im Bild) und Marcel Distl (hinten Mitte) sprachen bei der FDP-Wahlkampfveranstaltung „Lindner kommt“ im Urbanharbor in Ludwigs­burg. Zahlreiche Zuhörer waren gekommen.  Foto: 

Wenn ich mir diese Halle ansehe, liebe Steffi Knecht, dann ist das ein guter Ansatz“, kommentierte Michael Theurer, der FDP-Landeschef, das prall gefüllte Urbanharbor in Ludwigsburg, in dem die FDP-Wahlkampfveranstaltung „Lindner kommt“ am Dienstag stattfand.

Die angesprochene Stefanie Knecht, FDP-Kandidatin im Wahlkreis Ludwigsburg, hatte die Menschenmenge zuvor anders beschrieben: „Ein irres Gefühl hier zu stehen – vor so vielen Menschen habe ich noch nie eine Rede gehalten.“ Das merkte man ihrer Rede, die sie gemeinsam mit Marcel Distl, dem Kandidaten des Wahlkreises Neckar-Zaber hielt, durchaus an der einen oder anderen Stelle an. Beide beschrieben ihren politischen Werdegang, beendeten gegenseitig ihre Sätze, wetterten gegen das „Schwarz-Rot-Grüne Armutszeugnis“ (Stefanie Knecht) und betonten mehrmals und abwechselnd, dass die Anwesenden bei der FDP „richtig sind“.

Michael Theurers Aussage, „Der Saal ist voll, weil wir einen Vorkämpfer haben: Christian Lindner“, wurde von den Anwesenden mit tosendem Applaus kommentiert.

Christian Lindner, der 38-jährige FDP-Spitzenkandidat der diesjährigen Bundestagswahl, zeigte sich charismatisch und redegewandt – nicht zuletzt, weil er sich nicht auf die erhöhte Treppe, den auserkorenen Rednerplatz, stellte, sondern sich frei zwischen seinen sitzenden und stehenden Zuhörern bewegte. Zu Beginn klärte er die Frage, warum eine Wahlkampf-Lokalität in Ludwigsburg und nicht etwa in Stuttgart gewählt worden war: „Weil Deutschland nicht nur aus Metropolen besteht, sondern auch aus mittelgroßen Städten.“ Das Publikum zeigte sich begeistert. Auch seine rhetorischen Fähigkeiten mit viel gestischer Unterstreichung steuerten dazu bei. Das Mittelständische machte der FDP-Chef immer wieder zum Thema. Ging es um Fachkräftemangel, wählte er den Schweißer, der dringend gebraucht wird. Sprach er über durch Digitalisierung wegfallende Berufe, war es der mittelständische Jurist, dem der Berufswechsel erleichtert werden muss. Ging es um die Altersarmut, beschrieb er ein mittelständisches Paar, das sich trotz Fleiß kein Häuschen leisten kann.

Bissige Sprüche, die Lindner nach links und rechts verteilte, hielten sein Publikum bei Laune und auch der Kommentar zu Emmanuel Macrons englischsprachigem Video, „Warum kann Deutschland nicht ein einziges Mal so cool sein?“, kam gut an.

Der Abschlussapplaus, fiel dem FDP-Chef vor Beenden seiner Rede und Weiterfahrt zur nächsten Wahlkampfveranstaltung in Heilbronn, überraschend zu: Die Pflugfeldener Cricket-Abteilung mit ihrem Sprecher Ruwantha de Silva, erkundigten sich nach einer Möglichkeit den integrierten Trainer, der als Flüchtling ins Land kam, in Deutschland zu behalten. Lindner konnte sein zuvor erklärtes Modell der „vier Türen der Einwanderung“, anwenden. Das Modell zielt vor allem darauf ab, Flüchtlingen Asyl zu gewähren, sie aber gegebenenfalls wieder in ihre Heimat zu schicken, außer sie fallen in den Bereich der „Qualifizierten Einwanderung“, in welchem sie einen Beitrag zur Gesellschaft leisten und bleiben können. Tosender Beifall und eine Schar von Selfie-willigen Anwesenden beendeten die Wahlveranstaltung.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Partner der

Die Jugend gibt den Takt vor

chüler der drei Musikschulen aus Bietigheim-Bissingen, Besigheim und Bönnigheim eröffneten am Montagabend mit einem gelungenen Konzert die BZ-Aktion  Menschen in Not. weiter lesen