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Mediale Symbole in Hochglanzoptik

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  • Eine Besucherin schaut sich eine Fotomontage von Jana Fingberg, die für den Jugendkunstpreis nominiert ist, an.  1/2
    Eine Besucherin schaut sich eine Fotomontage von Jana Fingberg, die für den Jugendkunstpreis nominiert ist, an. Foto: 
  • Hugo Clementes Interpretation des diesjährigen Themas „eigenartig“ des Jugendkunstpreises.  2/2
    Hugo Clementes Interpretation des diesjährigen Themas „eigenartig“ des Jugendkunstpreises. Foto: 
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Wo früher in Reih und Glied marschiert wurde, stellen nun Jugendliche ihre Werke aus. Im Ausstellungsraum neben der Reithalle, innerhalb des Areals des Kunstzentrums Karlskaserne, in der auch die Kunstschule Labyrinth beherbergt ist, verwandelt sich der ehemalige Stall in einen Ausstellungsraum. Keine Ausnahme, da dort regelmäßig Ausstellungen im kargen und zugleich variabel bespielbaren Raum stattfinden. Eben dort wird an diesem Freitag der Jugendkunstpreis verliehen. Die Aktion findet bereits zum 20. Mal statt. Jährlich beteiligen sich Baden-Württemberg weit Schulen, aber auch einzelne Jugendliche zwischen 15 und 21 Jahren können sich anmelden und teilnehmen.

Einschränkungen und Vorgaben gibt es wenige: Das Format soll sich zwischen DIN A4 und 70 auf 100 Zentimetern bewegen, die Technik ist frei. Ob Zeichnung, Malerei, Fotografie, Druck oder Collage, alles ist erlaubt, Hauptsache es ist eine Interpretation des vorgegebenen Themas, welches dieses Jahr „eigenartig“ lautet.

Im Ehemaligen Stall der Karlskaserne hängen 40 Interpretationen des Jahresthemas, die eine Jury, die das Thema festgelegt hatte, ausgewählt hat.

300 Einreichungen dieses Jahr

„Dieses Jahr hatten wir knapp 300 Einreichungen“, berichtet Heike Grüß, die Fachbereichsleiterin Bildende Kunst der Kunstschule Labyrinth. Zu sehen sind 40 Werke, prämiert werden 16. Acht der Preisträger dürfen für eine Woche an die Akademie Schloss Rotenfels. Dort können sie mit Künstlern zusammenarbeiten und ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Die übrigen acht Gewinner verbringen eine Woche mit französischen Künstlern in Lyon.

Die Akademie in Bad Rotenfels hat Tradition, bereits 2016 durfte die Hälfte der Gewinner dorthin, die andere Hälfte nach Rom. Auch 2018 ist ein Aufenthalt an der deutschen Akademie in Bad Rotenfels der Preis sowie eine Woche in der Kunstwelt Krakaus.

Bei der Beurteilung der Einzelwerke achtet die Jury auf Technik, Idee und Umsetzung. „Dieses Jahr geht es stark um die Jugendlichen selbst und um das Digitale“, sagt Grüß. Und tatsächlich: Auch wenn es einige Ausreißer in Richtung Expressionismus, Surrealisus und Realismus gibt, scheinen sich die Jugendlichen mit ihrer Person innerhalb ihrer Welt – vielfach medialen Welt – auseinanderzusetzen. Vermutlich wurde daher oft die Fotografie als Medium gewählt.

Hochglanzwelt eingefangen

„Eine junge Frau, die hier ein Freiwilliges soziales Jahr leistet, hat ‚Symbole’ aus der aktuellen Szene in den Bildern entdeckt, die die Jury gar nicht wahrgenommen hat“, sagt die Fachbereichsleitung und lacht. Mit bewusstem Auge wahrgenommen, fühlt sich der Betrachter in die Hochglanz-Welt von Instagram und Co. versetzt. Bei Jana Fingberg steht die Veränderung durch Schminke und Kleidungsstil im Vordergrund, Hugo Clemente verpasst sich intravenös ein Software-Update durch seinen Computer.

Auch Trends, die durch die Verbreitung innerhalb der sozialen Medien entstanden sind, werden aufgegriffen: ausgefallene Flechtfrisuren und Markenkleidung, die fast wie eine Uniform wirkt, treffen auf Söckchen in Netz-Optik. Alles was die sozialen Medien zu bieten haben, ist auch in dieser besonderen Ausstellung wiederzufinden.

Auf die Vernissage am Freitagabend freut sich Heike Grüß schon sehr. 250 Gäste werden bei der Gala erwartet, unter ihnen auch Bietigheims Kulturamtsleiter Stefan Benning.

Die jungen Künstler werden vor ihren Werken fotografiert und im Reithaus werden alle Werke nacheinander an eine Leinwand projiziert. Monika Fahrenkamp, die Vorsitzende des Landesverbandes der Kunstschulen Baden-Württemberg, wird zu jedem Werk ein Paar Sätze sagen. Für die Präsentation gibt es auch ein tänzerisches und musikalisches Rahmenprogramm.

Info Die Ausstellung ist noch bis zum 26. November in der Karlskaserne (Hindenburgstraße 29) in Ludwigsburg zu sehen. Der Eintritt ist frei.

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