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Mann quält seine Ex-Freundinnen

Zehn Monate Freiheitsstrafe auf Bewährung und 100 Stunden gemeinnützige Arbeit bekommt ein 26-Jähriger aus Poppenweiler, den seine beiden Ex-Freundinnen angezeigt hatten.

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Die 22 und 28 Jahre alten Ex-Freundinnen aus Marbach und Großbottwar wurden von dem 26-jährigen Mann aus Poppenweiler jeweils in seiner Wohnung festgehalten und erlebten dort nahezu dasselbe Martyrium. Das Gericht sah es nach der Beweisaufnahme als erwiesen an, dass beide Frauen gedemütigt, geschlagen, bedroht und in den Keller eingesperrt wurden. Gefunden hatten sich die Frauen auf Facebook und sich dort ausgetauscht, bevor sie den Entschluss fassten, den 26-Jährigen anzuzeigen.

"Alles nur Schikane", sagte der Angeklagte zu den Tatvorwürfen. Die Aussagen der 22-Jährigen unterschieden sich kaum von denen der nächsten Freundin des Angeklagten. Sie schilderte, wie er sie gewürgt und ihr die Kehle zugedrückt habe. Die 28-Jährige erzählte, wie sie festgehalten und geschlagen worden sei. Einmal habe der Angeklagte zu ihr gesagt, "wenn du schreist, schneide ich dir die Zunge raus". Die 28-Jährige schilderte es als "psychohaft", wie der 26-Jährige mit dem Messer in ihren Haaren herum gespielt habe.

Ein Polizeibeamter hatte als Zeuge noch gut in Erinnerung, wie ihm die 22-Jährige berichtete, sie sei vom Angeklagten mit einer Softairpistole beschossen worden. Die Sachbearbeiterin für häusliche Gewalt des Polizeireviers Ludwigsburg erklärte, beide Frauen hätten auch bei der Polizei fast dasselbe ausgesagt. Beide hatten vor Gericht den Keller noch bildhaft in Erinnerung, in dem sie eingesperrt wurden, wenn dem Angeklagten ihr Verhalten nicht passte.

Das Gericht sah im Angeklagten eine "schwierige Persönlichkeit". Richterin Dr. Franziska Scheffel stellte dem Angeklagten einen Bewährungshelfer zur Seite. Sie verurteilte ihn abschließend aber trotzdem zu einer zehn monatiger Freiheitsstrafe auf Bewährung und zusätzlich 100 Stunden gemeinnütziger Arbeit.

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