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Ludwigsburg belegt den ersten Platz

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Niedrige Gebühren und eine bürgerfreundliche Ausrichtung beförderte die Stadt Ludwigsburg auf den ersten Platz im Abwasser-Ranking der „Haus & Grund Deutschland“.  Foto: 

Im Vergleich der Abwassergebühren der 100 größten Städte Deutschlands hat Ludwigsburg den ersten Platz belegt: Nach Auffassung des Zentralverbands der Deutschen Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer (Haus & Grund Deutschland), der dazu eine Studie hat durchführen lassen, ist die Stadt durch niedrige Gebühren und die bürgerfreundliche Ausrichtung ein Vorbild für andere Kommunen.

Laut der Studie verfügt Ludwigsburg über technisch einwandfreie Kläranlagen, die so gründlich arbeiten, dass immer weniger Klärschlamm anfällt. Außerdem stünden keine teuren Sanierungen bevor und durch die steigende Einwohnerzahl würden die Leitungen besser ausgenutzt und der Wasserverbrauch steige, sodass die Infrastruktur besser ausgelastet sei. Zudem habe die Stadt ihre Abwassergebühren Anfang 2017 – bereits im dritten Jahr in Folge – gesenkt. Im Moment wird die Kalkulation für 2018 erstellt, eine Senkung, aber auch eine Erhöhung der Gebühren sei jedoch nicht zu erwarten, so die Stadt.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Preise, die Verbraucher für die Entsorgung von Abwässern zahlen müssen, je nach Wohnort um mehrere Hundert Euro jährlich variieren. Für diesen Vergleich wurden die jährlichen Abwassergebühren einer Musterfamilie, die in diesen Städten wohnt, untersucht. Die Musterfamilie besteht aus vier Personen und wohnt in einem Musterhaushalt. Es wurde mit einem Frischwasserverbrauch von 178,12 Kubikmeter pro Jahr gerechnet und einer überbauten Fläche von 100 Quadratmetern. Ein derartiger Vierpersonenhaushalt zahlt beispielsweise in Ludwigsburg für die Abwasserentsorgung im Durchschnitt 260 Euro im Jahr, in Potsdam dagegen sind es mehr als 910 Euro.

Massive Gebühren-Unterschiede

Doch wie kommen Unterschiede von fast 650 Euro zustande? Abwassergebühren hängen von vielen Faktoren ab, wie Höhen, die mittels Pumpen überwunden werden müssen, die Dimensionierung der Kanäle, das Alter des Kanalnetzes oder die Infrastruktur für die Regenrückhaltung und Abwasserbeseitigung. Auch die Anzahl der Einwohner oder der Einsatz neuer Technologien zur Abwasseraufbereitung können eine Rolle spielen. Die Entwässerungskosten werden auch durch äußere Faktoren wie der Zu- und Abwanderung beeinflusst. Wenn durch weniger Einwohner der Frischwasserverbrauch sinkt, wird das Abwasserkanalsystem weniger genutzt. Damit steigen die Kosten zur Erhaltung des Systems, die auf die Abwassergebühren draufgeschlagen werden.

Die Strukturunterschiede allein seien aber keine ausreichende Erklärung für die Preisdifferenzen. Die Studie zeigt, dass die Gebührenordnungen der einzelnen Kommunen „uneinheitlich, intransparent und häufig auch mit einer Vielzahl von individuellen Ausnahmeregelungen“ versehen sind. Den Verbrauchern werde damit oft die Möglichkeit genommen, sich über ihre Gebührenhöhe zu informieren und die eigenen Kosten mit denen anderer Städte zu vergleichen. Die Studie soll die Grundlage für weitere Diskussionen und Untersuchungen in den verschiedenen Städten sein, so Haus & Grund Deutschland.

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Ludwigsburg

Einwohner: 92973 (31. Dez. 2015)
PLZ: 71638
Regierungsbezirk: Stuttgart
Höhe: 295 m ü. NHN
Oberbürgermeister Werner Spec (parteilos)

www.ludwigsburg.de/

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