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Lehramt: Viel mehr Bewerber als Studienplätze

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Zum Auftakt des Sommersemesters an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg konnte Rektor Professor Dr. Martin Fix am Donnerstag um 9.15 Uhr in der Aula 304 neue Studenten fürs Lehramt willkommen heißen.

 Eigentlich beginnt der „Ernst des Lebens“ erst am kommenden Montag, doch für die Erstsemester sind bereits am Donnerstag und heutigen Freitag die wichtigsten Auftaktveranstaltungen  zum Studium. Denn nach der Begrüßung durch den Rektor beginnen umgehend die zweitägigen Studienberatungen durch die Studentenvertretung (den Asta) und die Fachleute der drei zuständigen Fakultäten. Schließlich sollen die „Neuen“ schon bei der Belegung der notwendigen Fächer vor Fehlern oder Missverständnissen verschont bleiben.

Denn mit diesem Sommersemester starten die meisten von ihnen das Studium fürs Lehramt an Grundschulen, für die Sekundarstufe I (mittlerer Bildungsabschluss) oder für die Sonderpädagogik. Während die weiteren Bachelor- und fast alle Masterstudiengänge mit weit mehr Studierenden erst zum Wintersemester 2017 starten. Die „Faustregel“ für die PH Ludwigsburg: Jeweils ein Drittel der Studienanfängerplätze werden zum Sommer- und zwei Drittel zum Wintersemester gestartet. Mit insgesamt 5305 Studierenden bleibt damit deren  Gesamtzahl an der größten Pädagogischen Hochschule Baden-Württembergs weiterhin hoch.

 Von den 304 Studierenden, die in diesem Jahr zugelassen worden sind, haben sich laut PH-Pressechefin Anne Nörthemann diesmal 86 für die Grundschule, 107 für die Sekundarstufe I und 76 für die Sonderpädagogik entschieden. Auch 20 internationale Gaststudierende sind dabei.

Insgesamt hatten sich für das Sommersemester jedoch weit mehr um eine Immatrikulation beworben. Entscheidend für die Annahme waren jedoch letztendlich die Abiturnoten oder aber eine Verbesserung der  Punktzahl aufgrund von Anrechnung eines  besonderen sozialen Engagements.

 Denn um einen Studienplatz fürs Lehramt zu bekommen, wird in der Regel eine gute bis sehr gute Note im Abitur benötigt. Darüber hinaus können aber auch sonstige berufsorientierte Leistungen angerechnet werden: beispielsweise eine abgeschlossene Berufsausbildung in pädagogischen Arbeitsfeldern, praktische Tätigkeiten von mindestens sechsmonatiger Dauer, wie beispielsweise ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder der Bundes-Freiwilligen-Dienst (BFD), ehrenamtliche Tätigkeiten von mindestens einjähriger Dauer oder besondere außerschulische Leistungen. Anne Nörthemann: „Der Trend, dass sich im Schnitt vier bis fünf Anwärter auf einen Lehramtsstudienplatz bewerben, ist in den letzten Jahren praktisch gleich geblieben.“ Dabei sei die Nachfrage fürs Lehramt Grundschule mit sechs bis sieben Bewerbern besonders hoch.

Land gibt Zulassungszahlen vor

 Doch die Zulassungszahlen werden stets vom Kultusministerium vorgegeben, sodass eine kurzfristige Erhöhung der Plätze trotz eines allgemein beklagten Lehrermangels gegenwärtig nicht möglich ist. Vorschlag von Anne Nörthemann: „Die Landesregierung könnte aber zum Beispiel ein Überlastprogramm finanzieren, mit dem für einige Jahre zusätzliches Personal eingestellt werden könnte und so eine vorübergehende Erhöhung der Zulassungszahlen möglich wäre.“

 Was ist neu in diesem Studienjahr? Erstmals wird vor allem das Projekt „Lehrerbildung Plus“ wirksam, dass das Bundesministerium für Bildung und Forschung einst als „Qualitätsinitiative Lehrerbildung“ initiiert hat. Im Falle der PH Ludwigsburg führte es dazu, so Pressesprecherin Nörthemann, dass eine Kooperation mit der Universität Stuttgart, der Uni Hohenheim und der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart eingegangen wurde, von der alle vier profitieren sollen.

Die Pädagogische Hochschule bietet ihr erziehungswissenschaftliches Knowhow an und bekommt dafür bei Bedarf ein Angebot fachlicher Kompetenz in den Sprachen, Naturwissenschaften oder Kunst zurück.

 Neu ist auch der Masterstudiengang „Kulturelle Bildung“, der allerdings bereits im vergangenen Wintersemester begonnen hat. Dieser Studiengang wird in Kooperation mit der Filmakademie und der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg in Ludwigsburg angeboten und soll seine Absolventen für verantwortungsvolle, leitende Tätigkeiten in unterschiedlichen kulturellen Einrichtungen und Institutionen befähigen. Hier ist natürlich erst im nächsten Wintersemester ein Einstieg möglich.                 

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