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Kulturprogramm mit viel Frauen-Power

Am 2. Oktober beginnt das Kulturprogramm der Stadt Ludwigsburg im Forum nach der Sommerpause wieder. Dann wird ein Oscar-prämiertes Klassikstück aufgeführt.

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Geigerin Arabella Steinbacher spielt mit den Bambergern Symphonikern im Forum in Ludwigsburg.  Foto: 

Das gibt es auch nicht oft, einen Klassikkomponisten mit zwei Oscars: Erich Wolfgang Korngold war im amerikanischen Exil in Hollywood mit Filmmusiken überaus erfolgreich. Sein 1945 erschienenes Violinkonzert D-Dur op. 35 von 1945 sollte ihm die Rückkehr ins klassische Musikgeschehen Europas ebnen. Am Freitag, 2. Oktober, 20 Uhr, wird es im Forum in der Interpretation der Violinistin Arabella Steinacher und den Bamberger Symphonikern aufgeführt. Damit beginnt im Forum Ludwigsburg die neue Saison des städtischen Kulturprogramms.

Weiter geht es am Freitag, 16. Oktober, in der Musikhalle mit Jazz: Die seit einigen Jahren in Europa lebende amerikanische Sängerin Shaunette Hildabrand stammt ursprünglich aus Oklahoma und absolvierte in Texas und New York eine klassische musikalische Ausbildung. Nunmehr dem Jazz der 30er- und 40er-Jahre verbunden, tritt sie vor allem in Deutschland, Holland, Belgien und der Schweiz auf. Shaunette hat sich intensiv mit Billie Holiday und ihrer ganzen Art zu singen beschäftigt. Mit ihrer Band gibt sie ein "Tribute to Billie Holiday".

Die Pianistin Gabriela Montero lässt am Samstag, 17. Oktober, im Forum zusammen mit dem Orchestra de Cadaqués Werke von de Arriaga, de Falla und Ravel erklingen. An der Schnittstelle von Regie und Choreografie produziert, tourt und engagiert sich Choreografin Helena Waldmann weltweit. Ihre Themen, die sie am Samstag, 24. Oktober, auf die Forumsbühne bringt, reichen von Demenz ("revolver besorgen") über das lustvolle Spiel mit den Abhängigkeiten ("BurkaBondage") bis hin zu Frauen in islamischen Staaten ("Letters from Tentland"). Die Projekt-Ensembles, die sie in der Regel vor Ort castet, verleihen ihren Inszenierungen eine Authentizität und Eindringlichkeit, die zum Markenzeichen ihrer Arbeit geworden sind.

Mit "Made in Bangladesh" untersuchen Helena Waldmann und das eigens zusammengestellte Ensemble die Parallelen der Arbeitswelten von Textilarbeitern in Asien und Kulturschaffenden in Europa.

Regisseurin und Faust-Preisträgerin Mina Salehpour reduziert am Freitag, 30. Oktober, die Figurenfolge in ihrer Inszenierung von Friedrich Schillers "Die Räuber" auf acht Männerrollen und eine Frauenrolle und damit knapp um die Hälfte des Repertoires des Originalstücks.

Ihre für das Badische Staatstheater Karlsruhe auf zwei Stunden gekürzte moderne Bühnenfassung greift auf verpixelter Bühne, mit Schauspielern in modernen Kostümen aus Silberschuhen, Lederjacken und Seidenkleid, überzeugend das Alltagsproblem der Vaterlosigkeit auf und fragt nach der Abhängigkeit von der Vorgängergeneration.

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