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Gericht stellt Verfahren gegen Rocker ein

Das Verfahren vor dem Landgericht gegen zwei ehemalige Mitglieder der "Red Legions" wegen Landfriedensbruch, Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsorgane haben die Richter eingestellt.

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Die Auseinandersetzungen von Rockergruppen mit der Polizei in Ludwigsburg im März dieses Jahres sind gerichtlich geklärt, das Verfahren wurde wegen teilweise nicht einwandfrei nachweisbarer Strafbarkeit und wegen Geringfügigkeit eingestellt. Allerdings müssen die beiden 21- und 23-jährigen Männer aus Bietigheim und Ludwigsburg eine Einstellungsauflage in Höhe von jeweils 800 Euro an verschiedene gemeinnützige Vereine zahlen. Zudem muss der Ältere der beiden, der wegen der Krawalle damals nach seiner Festnahme einige Zeit in Untersuchungshaft gesessen hat, als Bedingung für die Verfahrenseinstellung auch auf eine entsprechende Haftentschädigung verzichten.

Zu dem Ergebnis waren die Richter am zweiten Prozesstag gekommen, nachdem alle Zeugen vernommen waren. Beide Angeklagten selbst hatten keine Aussagen gemacht.

Bei den Krawallen in der Nacht zum 29. März dieses Jahres war es vor allem darum gegangen, dass nach einem Aufruf per SMS und anderer elektronischer Dienste die Mitglieder der verbotenen "Red Legions" den verfeindeten "United Tribuns" eins auswischen wollten. Der geplante Aufmarsch war allerdings im Internet auch von der Polizei mitgelesen worden, sodass ein erstes Zusammentreffen der beiden Rockergruppen zunächst in Stuttgart gestoppt werden konnte. Daraufhin hatten sich die "Legions" und die "Tribuns" in Ludwigsburgs Stadtmitte erneut getroffen und gegenseitig verbal provoziert. Dabei waren sie in eine dort ebenfalls per Funk alarmierte und präsente Polizeikette geraten, in dessen Verlauf es zu Zusammenstößen mit Bereitschafts- und Bundespolizisten kam.

Die jeweilige 800 Euro Geldauflage soll auch eine Art Denkzettel gegen die Beschuldigten und möglicherweise weiteren Anhänger sein, sich künftig friedlich auseinander zu setzen.

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