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Gartenschau: Das Konzept überzeugt

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Die Stadtverwaltung Ludwigsburg ist mit ihrer Bewerbung auf die Austragung der Landesgartenschau 2026 einen Schritt vorangekommen: Am Donnerstag stimmten die Gemeinderäte im Ausschuss Bauen, Technik und Umwelt dem Konzept grundsätzlich zu. Sie genehmigten mit großer Mehrheit die Finanzierung einer Machbarkeitsstudie. Baubürgermeister Michael Ilk zeigte sich erleichtert: „Die Landesgartenschau ist eine einmalige Chance“, sagte er. Aus seiner Sicht sind die Schaffung neuer Grünflächen, Klimaprojekte und neuer Mobilitätsformen für die Gartenschau „die logische Fortentwicklung“ dessen, was die Stadt bereits unternehme. Trotz der Zustimmung zeigten sich die Gemeinderäte angesichts der bislang nicht kalkulierten Kosten wenig euphorisch. Die Verwaltung gab in der Sitzung auch keine Kostenabschätzung ab. In ihren Redebeiträgen ließen die Ratsmitglieder erkennen, dass ihre Zustimmung vor allem von der Hoffnung auf weitere Fördermittel über die fünf Millionen Euro für die Landesgartenschau hinaus getragen wird. Im Zen­trum steht dabei die Aussicht, eine erträgliche Finanzierung für eine Verlängerung der B 27-Untertunnelung hinzubekommen. Auf dem verlängerten Fahrbahndeckel sollen Grünflächen und eine weitere Baumallee entstehen. Damit würde optisch das Barockschloss mit der barocken Innenstadt wieder zu einer Einheit werden. „Dann kann zusammenwachsen, was zusammengehört“, drückte es Bernhard Remmele von den Freien Wählern aus.

Gleichzeitig gab er zu bedenken, dass mit der Gartenschauanlage an dieser Stelle für Autos die Zufahrt zur Innenstadt erschwert werden könnte. Fahrzeuge dürften aber nicht verbannt werden, so seine Forderung. So sah es auch Maik-Stefan Braumann von der CDU. Er argumentierte mit dem Mobilitätbedürfnis älterer Bürger, „für die der Bus nicht die erste Wahl ist“, die lieber ihr Auto zum Einkaufen nähmen. Auch der Einzelhandel dürfe unter einer Landesgartenschau nicht leiden.

Baubürgermeister Ilk gab sich alle Mühe, die Bedenken zu entkräften. Zur Planung gehöre auch, neue Mobilitätsformen zu entwickeln und bestehende Mobilitätsbedürfnisse zu berücksichtigen. Viel Zeit bleibt der Stadtverwaltung nicht. Bis zum 22. Dezember muss die Bewerbung bei der Landesregierung abgegeben sein.

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