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Frühlingsgefühle bei den Händlern

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Als der junge Dirigent Hermann Dukek um 14 Uhr im Marstall den Taktstock erhob und alsbald der mächtige Klang seines Sinfonieorchesters den Eingangbereich ausfüllte, blieben die Passanten in Scharen stehen und lauschten. Es war die Ouvertüre zu Händels „Feuerwerksmusik“, die sie beinahe ehrfürchtig erstarren ließ. Und natürlich nutzte der junge Orchesterleiter nach dem lang anhaltenden Beifall die Gelegenheit, kräftig für sein erstes Konzert am 1. April im Forum am Schlosspark zu werben.

Regelrechte Völkerwanderung

Es war just der Zeitpunkt, als in der Ludwigsburger City eine regelrechte Völkerwanderung vom Bahnhof  über die Myliusstraße, die Wilhelmsgalerie, See- und Kirchstraße begonnen hatte und sich über den Marktplatz bis hin zum Marstall-Einkaufszentrum erstrecke. Alsbald waren auch die Parkhäuser der Innenstadt voll belegt und manch ein Autofahrer suchte schon vergeblich nach einem freien Parkplatz.

Die meisten Geschäfte waren dem Aufruf des Innenstadtvereins „Luis“ gefolgt und öffneten an diesem zweiten verkaufsoffenen Sonntag Ludwigsburgs ihre Türen zwischen 13 und 18 Uhr. Beinahe komplett alle Shops in der Wilhelmsgalerie, wie beispielsweise Intersport, der Müller-Markt, Karstadt und selbst der Lebensmittelmarkt Rewe. Auch das Marstall hatte so gut wie alle mobilisieren können: darunter alle großen, wie den Saturn-Elektonikmarkt, die Oberbekleidungs-Kaufhäuser T. K. Maxx und K & L Ruppert, die DM-Drogerie und den Kosmetik-Riesen Douglas.

Straßenmusikanten in Kirch- und Seestraße

Es gab außerhalb der Geschäfte Straßenmusikanten in der Kirchstraße und in der Seestraße, Kindervergnügen in der riesigen Hüpfburg der Kreissparkasse und auf dem Bobbycar-Parcours der Kreisverkehrswacht am Marktplatz sowie einen Verkauf von Frühjahrsblumen für einen guten Zweck durch den Inner Wheel Club.

Aber natürlich profitierte auch die Gastronomie vom Besucherboom in der City. Die Fastfootketten sowieso, aber auch die diversen Restaurants und Gaststätten oder die fliegenden Händler, die sich rund um den Herzog-Eberhard-Brunnen am Marktplatz postiert hatten und Donuts plus Kaffee, Spanferkel im Weizenwecken, Crepes oder auch  diverse Sorten von Maultaschen anboten. Die Gastronomen im Marstall profitierten vor allem davon, dass sie schon ab 11 Uhr ihre Gäste verköstigen konnten.

Das Wetter hält

Veranstaltungsleiterin Ulrike Hauser von Innenstadtverein Luis hatte noch mittags besorgt zum Himmel geschaut, ob sich wie am Vortag vielleicht doch noch einmal die Schleusen öffneten. Doch am Ende war alles so, wie es es die Wetterfrösche vorausgesagt hatten: Es blieb trocken. Deshalb ihr Fazit: „Alles gut. Ich habe viele Leute mit Einkaufstüten gesehen, also ist nicht nur gebummelt, sondern auch viel gekauft worden. Vor allem, weil auch das Wetter gehalten hat.“ Der Aufwand hat sich wieder einmal gelohnt.

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