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Erster "Schools Day" bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen

Das Konzert der Ludwigsburger Schlossfestspiele mit den drei Bildungspartner-Schulen im Forum kam sehr gut an. Die Schüler konzertierten beim "Schools Day" auf hohem Niveau.

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"Diese Veranstaltung senkt den Altersdurchschnitt der Schlossfestspiele gewaltig", freute sich Thomas Wördehoff, Intendant der Ludwigsburger Schossfestspiele zu Beginn des ersten "Schools Day" angesichts der vielen jungen Gesichter auf der Bühne und in den Zuschauerreihen des gut besuchten Theatersaals des Forums. Jungen und Mädchen im Alter zwischen zehn und 19 Jahren, die an einer der drei Bildungspartnerschulen der Ludwigsburger Schlossfestspiele eine Instrumental- oder Gesangsausbildung erhalten, hatten bei der ersten Veranstaltung dieser Art nicht nur Gelegenheit, einmal vor großem Publikum aufzutreten, sondern zeigten auch, auf welch unglaublich hohem Niveau an diesen Schulen Musik gemacht wird.

Erst im letzten Schuljahr formierte sich der Mädchenchor des Goethe-Gymnasiums Ludwigsburg und kann schon nach dieser relativ kurzen Zeit Beachtliches vorweisen: Mit "A Little Jazz Mass" hatte die musikalische Leiterin des Chors, Grit Steiner, das Werk des berühmten britischen Chormusik-Komponisten Bot Chilcott einstudiert, das Gotteslob und Jazz auf wunderbare Art vereint. Die 23 Mädchen sangen diese anspruchsvolle, mehrstimmige Messvertonung aus dem Jahr 2004 mit viel Freude und Hingabe.

Auch der Schulchor des Helene-Lange-Gymnasiums Markgröningen präsentierte sich als ausnehmend homogener Klangkörper: Die über 70 Schülerinnen und Schüler der Klassen neun bis 13 begeisterten mit Cy Colemans "The Rhythm of Life" und einem sehr schwungvollen, von Sandra Meyer choreografierten und den Sängerinnen und Sängern mit viel Leidenschaft wiedergegebenen, Chor-Medley aus Phil Collins Musical "Tarzan". "Wir wissen, worauf wir uns einlassen und dass bei diesen Choreografien auch immer ein paar Tanzschritte dabei sind", sagte Felix Wald, der nach seinem Abitur vor einem Jahr dem HLG-Schulchor treu geblieben ist, die Jungs im Bass unterstützt. "Und es ist schon echt cool, einmal in einem richtig großen Konzertsaal wie dem Forum aufzutreten, denn hier stimmt von der Akustik bis hin zur Lichttechnik einfach alles".

Aufregend war es sicher auch für die jüngsten Teilnehmer des "Schools Day": Die zehn- bis 13-jährigen Buben und Mädchen des "JuniorOrchesters" des Goethe-Gymnasiums Ludwigsburg zeugten mit ihrem Spiel von der fundierten musikalischen Ausbildung an ihrer Schule. Ausgewählt hatte die musikalische Leiterin Sabine Knecht-Ammon Werke des ungarischen Komponisten Béla Bartók, der nicht unbedingt zu den Leichtfüßigen seiner Zunft zählt: "Normalerweise haben die Älteren einen Heidenrespekt vor Béla Bartók, aber ich bin mir sicher, dass er jetzt viele neue, auch junge Fans haben wird", sagte Thomas Wördehoff.

Die dritte Bildungspartnerschaft unterhalten die Schlossfestspiele mit dem Eberhard-Ludwigs-Gymnasium in Stuttgart. Das musische Gymnasium war beim "Schools Day" mit dem Kammerensemble vertreten und eroberte mit dem "Karneval der Tiere" von Camille Saint-Saëns Ohren und Herzen der Forumgäste im Sturm: In der musikalischen Suite, in der Tierrufe durch die Instrumente imitiert werden, trifft der Zuhörer auf gackernde Hühner, zwitschernde Vögel und einen brüllenden Löwen. "Das hat schon fast Proficharakter", sagte Karin Kammerer, deren Tochter Lisa beim ersten "Schools Day" als Sängerin auftrat.

"Sie bekommen heute einen Bogen mit, der ist nicht von schlechten Eltern", fasste Thomas Wördehoff die musikalische Bandbreite zusammen, bevor die Big Band des Helene-Lange-Gymnasiums einen Ausflug in die Klangwelt von Charlie Parker, Sammy Nestico und Joe Garland präsentierte. Es war wirklich ein außergewöhnlich breiter Bogen von Klassik bis zu zeitgenössischer Unterhaltungsmusik, auf dem sich alle Ensembles aus Ludwigsburg, Markgröningen und Stuttgart gleichermaßen scheinbar mühelos bewegten und der den "Schools Day" zu einem unvergesslichen Schultag machte, der so nicht auf dem Lehrplan stand und dem gerade deshalb lang anhaltend applaudiert wurde.

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