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Die Gärtner haben ganze Arbeit geleistet

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Die Blumen im Blühenden Barock sorgten bei der Eröffnung am Freitag für Frühlingsstimmung.  Foto: 

Über Wochen und Monate arbeiten die Mitarbeiter des Blühenden Barock auf einen Tag hin. Wenn die Saison eröffnet wird, muss alles in Schuss sein, und vor allem: Es muss blühen. Erreicht wird dies durch das Vorkultivieren der Blumen, wofür man ein gutes Händchen braucht. Auch diesmal haben die Gärtner wieder ganze Arbeit geleistet, wovon sich die Gäste am Freitag, dem Eröffnungstag, überzeugen konnten. Auf einer Fläche von 4500 Quadratmetern sorgen Tulpen, Narzissen und Hyazinthen für bunte Farbtupfer vor der Kulisse des Residenzschlosses. „Der Park präsentiert sich dieses Jahr sehr farbenfroh“, stellte Volker Kugel, der Direktor der Gartenschau, zufrieden fest.

Die Bedingungen waren auch gut. Es war kalt, mit wenig Regen, und am Eröffnungstag lachte die Sonne. „Wir haben einen Winter hinter uns, der sehr angenehm war“, fand Kugel. Ebenfalls angenehm war der Kartenvorverkauf für den Blüba-Chef. 35 000 Dauerkarten wurden abgesetzt, fast genauso viel wie beim Rekord im Vorjahr – und das trotz höherer Preise. Kugel hofft, im Laufe der Saison auch die Rekordmarke von 42 000 verkauften Dauerkarten wieder reißen zu können. Im vergangenen Jahr seien sogar noch im Oktober sechs Dauerkarten an die Frau oder den Mann gebracht worden. Ab fünf Besuchen lohnt sich diese Investition.

Texte für Märchenszenen

Apropos Investitionen: Im Blühenden Barock wurde diesmal viel Geld in die Hand genommen, um den Garten attraktiver zu machen. Der Zugang zur Großvoliere mit dem Sardischen Garten wurde völlig neu gestaltet. Er erlaube jetzt ganz neue Ausblicke, so Kugel. Voraussetzung dafür war der Abriss des baufälligen Überwinterungshauses für den Vogelbestand. Ein Gebäude der ehemaligen Porzellanmanufaktur wird stattdessen für die Überwinterung der Vögel hergerichtet, es dient außerdem zu Lagerzwecken. Vier neue Volieren für die Papageien im Blühenden Barock sind noch am Entstehen. Die Arbeiten sollen bis Pfingsten fertig sein. Das Ganze kostet 1,1 Millionen Euro.

Ebenfalls neu sind Kurzfassungen der Märchentexte für alle Märchenszenen. Mit Smartphone oder Tablet kann man die Texte auch in Englisch, Französisch und Italienisch nachlesen. Man reagiere darauf auf die Wünsche der ausländischen Besucher. Laut einer Erhebung aus dem letzten Jahr kommen drei bis vier Prozent der Gäste aus dem Ausland. Die Untersuchung zeigte allerdings auch, dass die Gartenschau vor allem für die Bewohner im „Ländle“ ein Magnet ist: 89 Prozent der rund 540 000 Tagesgäste kamen demnach aus Baden-Württemberg.

In diesem Jahr erwartet die Besucher das „klassische Blüba-Programm“, so Volker Kugel. Jedoch mit einer Neuerung: Vom 8. Juli bis 31. August kommen Sandkünstler in den Nordgarten (die BZ berichtete). Aus mehreren Tonnen Sand, die die Ludwigsburger Firma Hubele liefert, entstehen detailreiche Figuren. Veranstalter ist der Blüba-Partner Jucker-Farm, der auch die Kürbis­ausstellung im Herbst und die Stroh- und Apfelwelten, die zeitgleich mit der Saisoneröffnung starteten, organisiert.

Finanzministerin Edith Sitzmann (Grüne), die gemeinsam mit Oberbürgmeister Werner Spec die Saison eröffnete, versicherte, dass das Schloss und seine Gärten als Gesamtensemble dem Land lieb und teuer seien. Das Land habe 1997 bis 2004 80 Millionen Euro in die Schlossrenovierung investiert und werde auch weiterhin Geld zur Verfügung stellen: 5,8 Millionen Euro in den nächsten zehn Jahren für den Bauunterhalt, mehr als zwei Millionen Euro in den kommenden Jahren zur originalgetreuen Restaurierung von Schlossräumen und knapp drei Millionen für das Schlösschen Favorite. „Dieses kulturelle Erbe wollen wir für die nachfolgenden Generationen bewahren“, unterstrich  die Finanzministerin.

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