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Die eigene Schwester bestohlen 25-Jähriger versetzt heimlich Diebesgut

Seine "Beziehung zur Justiz" zu beenden, das bekam ein Schützling der Straffälligenhilfe vor dem Ludwigsburger Strafgericht dringend angeraten. Er war in die Wohnung der eigenen Schwester eingebrochen.

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Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch, Familiendiebstahl und Beihilfe zum Diebstahl standen in der Anklage gegen den 25-jährigen Arbeitslosen, der zur Tatzeit schlicht kein Geld hatte und deshalb in der Ludwigsburger Wohnungslosenunterkunft "Riedle" zum Komplizen eines schwereren Kalibers wurde, gegen den in einem separaten Prozess verhandelt wird.

Ein "stinknormales Küchenmesser" genügte dem geständigen Angeklagten am 18. März 2011, um die Wohnung seiner Schwester in Neckarweihingen aufzubrechen. Nachbarn, denen er bekannt war, hatten ihm die Haustüre geöffnet. In die Wohnung der Schwester, die gerade auf Mutter-Kind-Kur war, hat sich der 25-Jährige nicht nur eingenistet, sondern auch Beute gemacht. Einen Sat-Receiver und einen DVD-Player setzte er gewinnbringend um. Seinem kriminell erfahrenen Kumpel stand der Angeklagte Schmiere, als dieser in der Nacht vom 23. auf den 24. Oktober 2011 an einer Tankstelle einen Autosauger aufbrach und etwa 80 Euro Bargeld heraus holte.

Beim Gericht erkundigte er sich, was er denn jetzt mit seiner "krummen und schiefen Nase" machen soll. Die habe ihm der Komplize nämlich zu Bruch geschlagen, als er mit diesem über eine Zeitarbeitsfirma bei der Müllabfuhr beschäftigt gewesen sei. Das Gericht versicherte ihm, dass er wegen dieses Vorfalls noch einmal als Zeuge erscheinen muss.

Die Geschichte mit seiner Schwester versuchte der Angeklagte dadurch zu relativieren, dass sie ihm die Überlassung ihrer Wohnung versprochen habe, solange sie in Kur sei. "Zwei Tage vorher hat sie mir aber abgesagt und ich stand einfach da", führte er sein Motiv für die Tat an, die er hinterher mit den Worten "Ich war so blöd" bereute. Nachdem ihn die Schwester bei der Polizei angezeigt hatte, war der Kontakt zu ihr und ihren Kindern nämlich abgebrochen. Dafür, dass das Leben des geringfügig vorbestraften, gelernten Bau- und Metallmalers in geordnete Bahnen kommt, sorgt mittlerweile die Straffälligenhilfe. In einer ihrer Wohngemeinschaften im Ludwigsburger Westen hat der 25-Jährige Unterkunft gefunden.

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