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Die 33 wertvollsten Kunstwerke der Sammlung

Seit 1920 sammelt die Kreissparkasse Ludwigsburg Kunst aus der Region. 450 Werke sind es inzwischen, die alle in der Zentrale und den Filialen hängen. Die 33 wertvollsten zeigt der Kunstverein im MIK.

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Isabell Kurz, KSK-Pressesprecherin, in der Ausstellung mit den Werken aus der Sammlung ihrer Bank, vorne das Werk "Grüner Käfer aus der Willa Wanze" von Roland Bentz, hinten links "Turner und Turnerin" von Fritz Genkinger und hinten rechts "Am Strand" von Lambert Maria Wintersberger.  Foto: 

Normalerweise hängen die 33 Werke regionaler Künstler in der Vorstandsetage der Kreisssparkasse, so die Pressesprecherin der Kreissparkasse (KSK), Isabell Kurz. "Das sind die wertvollsten", sagt sie. "Ein Glücksfall für eine Ausstellung", sagt Dr. Andrea Wolter-Abele, künstlerische Leiterin des Kunstvereins Ludwigsburg. Während die anderen 417 Werke der Öffentlichkeit frei zugänglich sind ("keines der Gemälde steht im Keller rum", sagt Isabell Kurz), hängen die nun im MIK gezeigten Werke in der Vorstandsetage der Bank, "aus Sicherheitsgründen", sagt Kurz.

Andrea Wolter-Abele hat aus diesen Werken regionaler Künstler eine repräsentative Ausstellung gemacht, die zeigt, wie die Künstler der Region unmittelbar zusammen hängen. "Sammlung Kreissparkasse Ludwigsburg - Ein Spiegel der regionalen Kunst im 20. und 21. Jahrhundert" heißt sie. Nur die beiden wertvollsten Gemälde, "Alte im Herbst" und "Kopf" von Otto Dix, gehören nicht direkt in die Sammlung von Künstlern aus der Region oder im Umfeld der Kunstakademie in Stuttgart. Doch, so Andrea Wolter-Abele, im weitesten Sinne ist auch der Berliner ein Schwabe, weil er am Bodensee eine Heimat fand und in der Staatsgalerie Stuttgart deshalb ein Sammlungsschwerpunkt ist.

Doch die weiteren Werkgruppen in der Ausstellung im MIK sind regional, wenn auch nicht alle dem Kreis Ludwigsburg zuzuordnen sind. Da hängt ein Bild des Erfinders des "schwäbischen Impressionismus", Otto Reinigers "Blick über Weilimdorf" neben Gustav Schönlebers "Sersheim am Abend". Dann werden wichtige Schüler der Kompositionsklasse an der Stuttgarter Kunstakademie, Adolf Hölzel, gezeigt - ihre Werke hängen gleich neben denen des Lehrers, den einige von ihnen in der Berühmtheit überholt haben: Max Ackermann, Willi Baumeister, Ida Kerkovius und Oskar Schlemmer.

1929 schlossen sich einige Künstler zur "Stuttgarter Neuen Sezession" zusammen - die nächste Werkgruppe in Andrea Wolter-Abeles Komposition: Manfred Henninger, Wilhelm Gayer und Alfred Lehmann. Des Weiteren wird ein Landschaftsbild von Hans Fähnle gezeigt, der in den 1920er-Jahren an der Kunstakademie bei den impressionistisch geprägten Professoren Robert Poetzelberger und Christian Speyer studierte und der 1947 die Freie Kunstschule Stuttgart gründete. Und dann kommen die in der Region bekannten Künstler, die "Bietigheim-Bissinger Abteilung" nennt Wolter-Abele diese Werkgruppe, die das ganze, große Spektrum der Kunst in der Region zeigt. Da hängt ein spätes Werk von Gustav Schönleber neben einem seines Schülers Walter Strich-Chapell, der in Sersheim lebte. Walter Blümel, Schüler von Willi Baumeister ist mit einer Herbstlandschaft vertreten. Die verschiedensten Kunstsprachen sind ebenfalls vertreten: Von Roland Bentz hängt sein großformatiges Werk "Grüner Käfer aus der Willa Wanze". Hermann Rombachs Werk zeigt die "Hauptstraße Großsachsenheim". Ein Stillleben von Bruno Diemer stellt den Bietigheimer Künstler wie einen Solitär aus dem Kunstleben des Kreises heraus. Der Löchgauer Wolfgang Häberle zeigt "Das Bank-Geheimnis" und der Besigheimer Fred Stelzig "Dunkle Figuration". Ein frühes Werk von Adam Lude Döring aus Sachsenheim, "Der Rote Reiter", strahlt expressionistisch hervor. Weitere Künstler, die in der Ausstellung gezeigt werden sind Otto Herbert Hajek, K.R.H. Sonderborg, Ben Willikens, Georg Karl Pfahler, Fritz Ruoff, Lothar Schall, Fritz Schwegler, Peter Sehringer, Franz Squenz und Lambert Maria Wintersberger.

Info
"Sammlung Kreissparkasse Ludwigsburg - Ein Spiegel der regionalen Kunst im 20. und 21. Jahrhundert" ist zu sehen im Saal des Kunstvereins Ludwigsburg im MIK. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr, donnerstags 11 bis 21 Uhr und feiertags 11 bis 18 Uhr.

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