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Budget für perfekte Hochzeit steigt

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Sie können alles buchen, nur das Wetter nicht“, meint lachend Manuela Fäller, die seit drei Jahren nebenberuflich Hochzeiten organisiert. Die Ludwigsburgerin weiß, wo­rauf es ankommt: Organisationstalent, gute Kontakte, vor allem aber, „dass sich die Wünsche beider Brautleute bei der Gestaltung der Hochzeit wiederfinden“.

Fachwissen ist nötig

Die Vorstellungen des Brautpaars sind die eine Seite, das Budget ist die andere. Beides zusammen unter einen Hut zu bringen, erfordert nicht nur Know-how, sondern oft auch psychologisches Fingerspitzengefühl. Je ausgefallener die Wünsche, desto teurer kann die Hochzeit werden. Hochzeitsplanerin Manuela Fäller bietet sowohl Gesamtkonzepte an als auch Teilbereiche: von der Suche für einen geeigneten Ort zur Trauung und zum Feiern, über Buchung von Fotografen, Musikern oder Visagisten bis hin zur Gestaltung und Versendung der Einladungskarten.

„Generell hat die Vereinsgaststätte als Ort zum Feiern ausgedient“, weiß die Expertin. Gefragt sind stattdessen in der Regel besondere Örtlichkeiten wie eine Trauung im Grünen, mit Übernachtungsmöglichkeit für die Gäste. „Das gemeinsame Frühstück am nächsten Morgen liegt auch gerade sehr im Trend.“ Wer nicht klassisch traditionell in der Kirche getraut werden möchte, kann die Zeremonie auch von freien Traurednern gestalten lassen. Amtlich ist eine Trauung allerdings erst mit einem Standesbeamten.

Speziell im Landkreis Ludwigsburg sind für Hochzeitsfeiern momentan Weingüter oder alte Jugendstil-Villen sehr gefragt. Das Ludwigsburger Schloss mit Blühendem Barock und das Schloss Monrepos gehören auch zu den Favoriten. Der Vorlauf für eine aufwendige Hochzeitsfeier ist hoch: „In der Regel kommen die Brautleute schon im Herbst, wenn sie im nachfolgenden Sommer heiraten wollen.“ Wenn es etwas Besonderes sein soll, kann das Zeitfenster auch schon mal eineinhalb bis zwei Jahre betragen.

Die Klientel reicht „vom Angestellten bis zur Führungskraft“, das Alter ab Mitte 20 aufwärts. Der anhaltende Trend, sich für den „schönsten Tag im Leben“ eine Hochzeitsplanerin zu nehmen, kommt aus den USA.

Heiraten im Weingut

Diverse TV-Sendungen über besondere Hochzeiten, Brautkleiderwahl und die Berichterstattung über die Heirat von Prominenten haben den Wunsch nach der perfekten Hochzeit verstärkt, vermutet Manuela Fäller. Auch würde das Budget immer größer, wie sie festgestellt hat.

Das ist vor allem abhängig von der Anzahl der Gäste und dem Ort. Bei einer Feier zum Beispiel mit 60 bis 70 Gästen auf einem Weingut liege die Untergrenze bei zirka 10.000 Euro. Die Kosten für den Hochzeitsplaner belaufen sich – je nach Aufwand – auf zirka 10 bis 20 Prozent des Gesamtbudgets. Der Großteil der Kosten wird in den Ort und das Essen investiert. „Da spielen die individuellen Wünsche des Brautpaares eine große Rolle“, weiß Manuela Fäller.

In der Hochsaison von Juni bis September ist die „Weddingplanerin“ fast jedes Wochenende unterwegs. So wird demnächst eine Hochzeit stattfinden, bei der die Trauringe auf Wunsch des Brautpaares von einer Eule eingeflogen werden sollen. Dafür wurde extra ein Falkner gesucht und gefunden. Solche Besonderheiten seien schon die Ausnahme. Aber nicht immer muss es so ausgefallen sein. „Schließlich geht es bei einer Hochzeit um das Brautpaar und das Eheversprechen,“ meint Manuela Fäller. „Dieser Gedanke sollte nicht vergessen werden. Eine Hochzeit ist mehr als nur ein Statussymbol.“

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