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Asylheime: Bauvorhaben auf Eis gelegt

Kreisverwaltung und Kreisrat verzichten darauf, bereits geplante Asylheime zu bauen. Das gilt unter anderem für Projekte in Erligheim, Ingersheim und Sachsenheim.

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Noch in der vergangenen Woche hatte der Verwaltungsausschuss des Kreistages einstimmig beschlossen, dass 31 neue Asyl-Unterkünfte mit etwa 3200 Plätzen geschaffen werden sollen. 14 davon sollten neu gebaut werden. Doch so viele werden wohl gar nicht benötigt, zumindest nicht derzeit. Solange die Flüchtlingsströme nicht wieder deutlich anschwellen, sollen zehn Bauprojekte auf Eis gelegt werden, darunter geplante Heime in der Heinrich-Heine-Straße in Sachsenheim, in der Löchgauer Straße in Erligheim, in der Industriestraße in Vaihingen und im Gröninger Weg in Ingersheim. Diesem Vorschlag der Kreisverwaltung hat der Kreistag an diesem Freitag einstimmig zugestimmt. Die Vorhaben in Sachsenheim, Vaihingen und Erligheim werden gar nicht erst ausgeschrieben.

Statt den geplanten 3200 Plätzen soll somit auf 900 verzichtet werden - und 17 Millionen Euro weniger an Geld ausgegeben werden: Statt fast 38 Millionen Euro sind es folglich noch etwa 21 Millionen Euro.

Hintergrund der kurzfristigen Planänderung sind Zahlen der Landesregierung, wonach den Kreis ein monatlicher Flüchtlingszustrom von gerade mal 25 bis 30 Neuzugewiesenen erwartet - dazu kommen noch Flüchtlinge, die für die Vormonate angekündigt waren, aber nicht zugewiesen worden sind Dieser "Rückstand" belauft sich auf insgesamt etwa 1800. Landrat Dr. Rainer Haas zeigte sich optimistisch, dass die vier von Flüchtlingen belegten Turnhallen im Kreis noch vor Jahresende geräumt sein können.

Kurz und kühl wurde Dr. Utz Remlinger abgefertigt. Mit nur sieben Gegenstimmen beschloss der Kreistag, den Vize-Landrat von seinem Posten des Geschäftsführers der Abfallgesellschaft des Kreises AVL offiziell abzuberufen. Bereits im März war er von dieser Position zurückgetreten, nachdem Vorwürfe über nicht abgedecktes Asbest laut, jedoch offiziell nicht nachgewiesen wurden. Interims-Chefin ist nun Ina Jansen, bislang Leiterin des Fachbereichs Prüfung und Revision. Linken-Kreisrat Peter Schimke forderte eine "endgültige Lösung" und regte an, die Stelle auszuschreiben und hauptamtlich zu besetzen. Diese Debatte steht dem Kreistag noch vor der Sommerpause bevor.

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