Partner der

"Scala on tour": Stefan Gwildis im Duett mit "The Voice"-Star John Noville

Er macht Jazz und Soul und ein bisschen Rock"n Roll. Und begeisterte jetzt mit seiner Musik und seinem mitreißenden Charme die Zuhörer im Saal der Freien Waldorfschule: Stefan Gwildis, der Hamburger Sänger und Entertainer.

|
Eine Stimme, die ihresgleichen sucht: Sänger Stefan Gwildis.  Foto: 

Wer so sein Publikum begrüßt, muss ein netter Mensch sein: Stefan Gwildis steuerte zu Konzertbeginn nicht direkt die Bühne an, sondern schüttelte erst einmal Hände und gab Küsschen. Das Publikum freute sich über dieses so gänzlich allürenfreie Auftreten und dankte es ihm auf seine Weise: Von der ersten Nummer an gingen die Zuhörer begeistert mit, schnippten, klatschten, sangen und pfiffen mit dem Gentleman-Sänger, der zu Beginn seiner Karriere in Frauenzeitschriften gerne mal als deutscher George Clooney tituliert wurde.

Die Optik ist das eine. Das andere ist diese Stimme, die ihresgleichen sucht: zärtlich, weich, schmelzend, fast betörend, dann reibeisengleich, ungemein lässig und mit einer Menge Blues im Blut. Ob er sachte singt oder beatboxt, dass es nur so kracht: Diese wandelbare Stimme kommt an, zumal Stefan Gwildis ihr sprichwörtlich vielsagende Texte unterlegt: Die ruhige Auftaktnummer "Wer loslässt, hat die Hände frei" ist wunderbare Alltagspoesie, "Spiel das Lied in dir" eine groovige Aufforderung zur Bewegung und "Was ist denn schon dabei?" eine augenzwinkernde Reminiszenz an die 1970er-Jahre, in denen die freie Liebe das Maß der Dinge war. Stefan Gwildis schreibt Zeilen fernab seichter Belanglosigkeiten, Zeilen, die tiefer gehen: manchmal bis unter der Haut, manchmal gerade so an der Oberfläche kratzend, manchmal auch nur irgendwie komisch.

Gut, dass seine fantastischen Begleitmusiker (Tobias Neumann am Flügel, an den Keyboards und der Orgel, Martin Langer am Schlagzeug und Achim Rafain am Bass) um das hohe Niveau der Verse wissen und mit ihrem meisterlichen Spiel weit mehr als nur begleiten. Die Textvorlage für einen Höhepunkt des Konzerts hat Stefan Gwildis jedoch geklaut: "Der Einsame", ein Gedicht von Heinz Erhardt, war spannende Rezitationskunst und perfekte Unterhaltung in einem.

Stefan Gwildis ist mit mittlerweile 54 Jahren immer noch ein Hamburger Jung mit hanseatisch-erfrischendem Charme. "Poller setzen, Schiffe gucken, Schnauze halten ist eine feine Angelegenheit!", verriet er den Konzertbesuchern, die seinen locker eingestreut vorgebrachten Lebensweisheiten gerne zuhörten, die mit ihm lachten, als Assistentin "Sister Mary" mit dem Publikum Buchstaben tanzte ("Halleluja Luudwichsbuurch. Wir sind hier ja in einer Waldorfschule") und sich mit John Neville über dessen Auftrittsmöglichkeit auf der Livebühne freuten: Der in Barbados geborene und in Waiblingen lebende "The Voice"-Kandidat konnte sich in dem Fernseh-Castingformat vergangene Woche gegen David Hanselmann durchsetzen und sang im Duett mit Stefan Gwildis bei "sitting on the top of a bay" die englischen Originalzeilen.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Partner der

Jamaika-Kater der Kandidaten

Die Bundestagskandidaten im Wahlkreis Neckar-Zaber kommentieren gescheiterte Regierungsbildung aus Union, Grünen und FDP. Nur einer freut sich. weiter lesen