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"NaturVision": "Der letzte Raubzug" rüttelt auf

Mit der Preisverleihung im Großen Haus des Central Theaters Ludwigsburg ist am Sonntagabend das 14. "NaturVision"-Filmfestival zu Ende gegangen (die BZ berichtete). In elf Kategorien wurden Gewinner ausgezeichnet.

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Der Film "Der letzte Raubzug" prangert den internationalen Elfenbeinhandel an. Beim "NaturVision"-Festival in Ludwigsburg erhielt er den Umwelt- und Nachhaltigkeitspreis.  Foto: 

Bei der feierlichen Preisverleihung des "NaturVision"-Festivals, durch die der Poetry-Slam-Moderator Hanz führte, erhielt "Der letzte Raubzug", eine Dokumentation über den internationalen Elfenbeinhandel, den Deutschen Umwelt- und Nachhaltigkeitsfilmpreis. In der Jurybegründung wurde laut einer Mitteilung betont, dass der Film über die reine Berichterstattung hinaus allegorisch für das gedankenlose Konsumverhalten der Menschen stünde. Überreicht wurde der Preis von der parlamentarischen Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

Der Deutsche Filmpreis Biodiversität, den der Preisträger aus der Hand von Oberbürgermeister Werner Spec entgegennahm, ging an den Film "Bienen - Eine Welt im Wandel", der die Artenvielfalt dieser Insekten in den Mittelpunkt rückt. Auch die Jugendjury, die in diesem Jahr aus Mitgliedern der "Jugendinitiative Baden-Württemberg" bestand, entschied sich, ihren Preis diesem Film zu geben, weil gerade für junge Leute das Biodiversitätsthema in diesem Film gut vermittelt werde.

Der Dokumentation "Wildes Sri Lanka - Waldwelt" sprach die Jugendjury zudem eine lobende Erwähnung aus. Ihren Preis überreichte die Jugendjury zusammen mit dem Ministerialdirektor des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, Helmfried Meinel. Den Deutschen Wildlife-Filmpreis erhielt der Film "Brasilien - Wildes Herz". Die Magie von Kanadas Norden - geprägt von der unendlichen Weite der Arktis - vermittelt "Kanada - der hohe Norden", der für seine aufwändigen Fotografien mit dem "NaturVision"-Kamerapreis ausgezeichnet wurde.

Der Preis für die beste Geschichte ging an "Triumph der Tomate", eine Dokumentation, die den Siegeszug dieser Frucht in Europa informativ und originell nachzeichnet. Beim "NaturVision"- Filmmusikpreis war für die Jury entscheidend, dass die Musik die Geschichte treffend untermale, der Zuschauer aber auch noch Spiel für Interpretationen habe. Ausgezeichnet wurde Thomas Höhls Soundtrack zu "Wenn ein Garten wächst".

Mit einer "anmutigen und selbstbewussten Protagonistin", wie es in der Jurybegründung heißt, können die Kinder durch "Jessica - das Indianermädchen vom Amazonas" einen Blick in die Welt der Ureinwohner Kolumbiens zwischen Tradition und Moderne werfen. Die Jury zeichnete diese Dokumentation mit dem "NaturVision"-Kinderfilmpreis aus.

Der Publikumspreis 2015 geht an "Wilhelminenhof - Obstbauern mit Biss". Die Dokumentation porträtiert eine Familie, die mit ungeheurem Idealismus und Fleiß ihren Hof nachhaltig bewirtschaftet und auf Artenvielfalt und Selbstvermarktung setzt. Mit dem "NaturVision"-Ehrenpreis, der in unregelmäßigen Abständen verliehen wird, wurde das Lebenswerk des Naturfilmpioniers und Kameramanns Kurt Hirschel (89) bedacht. Er arbeitete nicht nur für den Unterwasser-Regisseur Hans Hass, sondern prägte mit seiner Kamera auch die Reihe "Sterns Stunden".

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