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"Eine gewisse Zurückhaltung"

Lieber daheim bleiben oder doch die Reise buchen? Welche Erfahrungen machen Reiseunternehmen nach den Attacken von Paris? Ein Stimmungsbild.

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Für Reiseunternehmen berührt die Frage nach den Folgen der Pariser Terrorattacken vom vorvergangenen Freitag ein heikles Feld: Ohne, dass sie etwas dafür können, sind sie mit besorgten Kunden konfrontiert, die sich ernsthaft überlegen, ob sie zum Beispiel noch auf Weihnachtsmärkte gehen wollen: zu großen Menschenansammlungen also, die möglicherweise ein Ziel von Terroristen sein könnten. Nicht alle befragten Reiseunternehmen aus der Region haben unsere Anfrage beantwortet.

Eine zumindest spürbare Besorgnis nehmen alle Befragten bei einigen Kunden wahr. Bis auf Andreas Schaller, den Geschäftsführer des Reisebüros First in Ludwigsburg, das Busreisen zu Weihnachtsmärkten für mehrere Reiseunternehmen vermittelt. Schaller sagt über die Folgen der Terrorattacken in Paris: "Wir merken davon nichts."

Klaus Heinzmann vom Reisebüro Baur in Bietigheim-Bissingen vermittelt zwar keine Reisen zu Weihnachtsmärkten, beobachtet jedoch bei Kunden ein Verhalten, dass sich bislang nach allen großen Terrorattacken, Flugzeugabstürzen und anderen Schrecklichkeiten gezeigt habe: "Allgemein", sagt Klaus Heinzmann, "gibt es derzeit eine gewisse Zurückhaltung. Vor allem Eltern, die eine Reise für sich und ihre Kinder buchen wollen, sind hier natürlich besonders sensibel. Die Leute müssen das erst einmal sacken lassen und dann legt sich das wieder. Das Leben geht ja schließlich wieder weiter."

Das Reiseunternehmen Rexer Reisen mit Sitz in Calw bietet zahlreiche Fahrten zu großen Weihnachtsmärkten an - und außerdem Taxi-Shuttle-Dienste zu den Abfahrtsorten größerer Touren auch für Kunden aus dem Ludwigsburger Raum. Eine Mitarbeiterin des Unternehmens hat die von Heinzelmann benannte Zurückhaltung ebenfalls bemerkt. Der große und beliebte Weihnachtsmarkt in Straßburg, der als der älteste in Frankreich gilt, sei "gerade nicht sehr gefragt."

"Wir stellen einen erhöhten Informationsbedarf fest", sagt Sibylle Zeuch, Pressesprecherin beim Deutschen Reiseverband, der bundesweit etwa 4000 Reiseunternehmen vertritt. "Es gibt eine Verunsicherung, die spürbar ist. Vor allem zu Reisen nach Paris gibt es derzeit vereinzelt Anfragen, in Einzelfällen auch hinsichtlich Umbuchungen."

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