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Parade durch die Barockstadt

Der traditionelle Festumzug des Pferdemarkts in Ludwigsburg war auch in diesem Jahr mit seinen prächtigen Darbietungen wieder ein echter Publikumserfolg.

MICHAELA GLEMSER |

Nervös tänzelte der Württemberger Rinaldo hin und her. Der 23-jährige Hengst konnte den Beginn des Festumzugs am Sonntag beim Pferdemarkt kaum noch erwarten. "Die laute Musik kann ihm inzwischen nichts mehr anhaben. Ich habe manchmal das Gefühl, es macht Rinaldo großen Spaß, an einem solchen Festumzug mitzuwirken. Besonders hier in Ludwigsburg sind die Zuschauer sehr begeisterungsfähig. Es herrscht am Straßenrand eine wirklich tolle Stimmung", sagte Ingrid Popp vom Schleppjagdverein Bayern.

Die Mitglieder dieses Vereins aus Gundelsdorf nahmen mit ihren Pferden und Jagdhunden bereits zum wiederholten Mal am großen Pferdemarktumzug teil und zeigten damit eine bisweilen auch umstrittene Seite des Pferdesports.

Gelassen reagierten auch Konrad und Paul auf den Trubel um sie herum. Die beiden Zwergesel waren schon zum vierten Mal beim Umzug mit von der Partie und zogen einen kleinen landwirtschaftlichen Wagen aus längst vergangenen Zeiten. "Wir sind mit den beiden Eseln häufig auf solchen Veranstaltungen, sodass sie inzwischen schon an den Lärm gewöhnt sind. Sie sind immer die besonderen Lieblinge des Publikums, weil die kleinen Esel Jung und Alt einfach begeistern", betonte Hanna Raddatz aus Frankenhardt bei Schwäbisch Hall.

Bei strahlendem Sonnenschein säumten die Zuschauer dicht gedrängt die Straßen der Ludwigsburger Innenstadt, um den einzelnen Zugdarbietungen zu zujubeln. "Ich schätze, dass etwa 25 000 Menschen an der Strecke waren", erklärte Veranstaltungsleiter Martin Boy von der Stadtverwaltung.

Angeführt von den Klängen der Musikanten des Musikvereins Ludwigsburg-Oßweil grüßten zunächst die Ehrengäste wie Oberbürgermeister Werner Spec, der Bundestagsabgeordnete Steffen Bilger, der Vizepräsident des Europäischen Parlaments Rainer Wieland sowie die Landtagsabgeordneten Claus Schmiedel und Klaus Herrmann aus prächtigen Kutschen mit stattlichen Rössern.

Natürlich blickte das Festzugsgeschehen auch in die bewegte Geschichte der Barockstadt zurück. Die Mitglieder des Fanfarenzugs aus Markgröningen und des Jupiter Weinkellers Hausen an der Zaber huldigten den Zuschauern als mit Lorbeerkränzen geschmückte Römer. Schöne Farbtupfer bildeten auch die barocken Hofgesellschaften mit ihren prachtvollen Kleidern oder die venezianischen Damen mit ihren kunstvollen Masken. Selbst Verehrerinnen der berühmten Kaiserin Sisi hatten im Festumzugsgeschehen ihren festen Platz.

Die Herzen der Zuschauer am Straßenrand bewegten die kleinen Vierbeiner mit ihren Reitern vom Ponyhof Müller in Denkendorf, die einen mobilen Märchengarten auf die Beine gestellt hatten und dafür mit einem Ehrenpreis für einen originellen Festumzugsbeitrag bedacht wurden.

Darüber dufte sich auch Otto Müller mit seiner historischen Postkutsche freuen, die viele bewundernde Blicke auf sich zog. Denen waren sich auch die gewaltigen Shire Horses vom Gestüt Dudelhof in Honkling sicher, die als römische Streitrösser am Festumzug teilnahmen.

Veranstaltungsleiter Boy zog nach Ende des umjubelten Zuges durch die Ludwigsburger Innenstadt ein positives Fazit: "Wir sind mit dem Festgeschehen bisher sehr zufrieden. Zwar hätte es am Samstag etwas wärmer sein können, aber am Sonntag hat sich das Wetter stabilisiert."

Dabei strahlten die Zuschauer und Teilnehmer des Festumzugs mit der Sonne am Himmel um die Wette.

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