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Zwei Abgeordnete und ihre Rivalen

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    Die Wahlkreise Neckar-Zaber und Ludwigsburg. Foto: 
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  • Thomas Utz.  03/12
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    Steffen Bilger.
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    Peter Schimke.
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Noch gut vier Monate, dann ist Bundestagswahl. Bislang ist der Wahlkampf im Landkreis noch nicht sonderlich ins Rollen gekommen. Wie berichtet, hat erst vor drei Monaten die SPD mit Thomas Utz den letzten Kandidaten der größeren Parteien nominiert, die am 24. September im Landkreis Ludwigsburg antreten, und zwar in den Wahlkreisen Ludwigsburg und Neckar-Zaber, Letzterer erstreckt sich bis tief in den Landkreis Heilbronn. Der 27-jährige Bankangestellte Utz versucht, im Wahlkreis Neckar-Zaber den 65-jährigen Dauerbrenner Eberhard Gienger (CDU) vom Sockel zu stoßen.

Für die Grünen tritt Catherine Kern an, sie stammt aus Öhringen und ist 55 Jahre alt. Die gebürtige Engländerin ist selbstständige Sprachenlehrerin. Der 24-jährige FDP-Kandidat Marcel Distl ist hingegen noch Student, er widmet sich den Politikwissenschaften.

Für die Linken tritt im Wahlkreis Neckar-Zaber ein alter Bekannter an: Der Mundelsheimer Walter Kubach, der es bereits bei der vergangenen Bundestags- und Landtagswahl für die Linken versucht hat. Der 62-Jährige arbeitet in einem Wahlkreisbüro des Linken-Bundestagsabgeordneten Michael Schlecht (Wahlkreis Mannheim).

Die AfD schickt Marc Jongen aus Karlsruhe ins Rennen. Der 48-Jährige ist promovierter Dozent für Philosophie an der Karlsruher Hochschule für Gestaltung. Er bekleidet das höchste Parteiamt aller Kandidaten der größeren Parteien in den Wahlkreisen, die sich über den Landkreis Ludwigsburg erstrecken: Jongen ist einer von zwei Landesparteichefs („Landessprecher“). Noch sicherer als  Martin Hess, der einer der Stellvertreter Jongens als Landes-Chef ist, wird Jongen in den Bundestag einziehen, sofern die AfD die Fünf-Prozent-Hürde knackt. Wonach es derzeit stark aussieht. Hess, 46 Jahre alt, Kreis-Chef in Böblingen, tritt im Wahlkreis Ludwigsburg an und ist mit Platz sieben der Landesliste relativ gut abgesichert, Jongen mit Platz drei noch viel besser.

Eberhard Gienger von der CDU dagegen hat auf eine Absicherung über die Landesliste seiner Partei verzichtet. Gewinnt der Sprecher des Sportausschusses im Bundestag also den Wahlkreis Neckar-Zaber nicht, war’s das mit der Karriere im Parlament, in dem er seit 2002 sitzt. Das letzte Mal, dass der Wahlkreis Neckar-Zaber nicht an die CDU ging, war 1998. Der Urnengang, der den Sozialdemokraten Gerhard Schröder zum Kanzler machte, brachte hier dem Genossen Hans Martin Bury das Direktmandat – er wurde in ebendieser Legislaturperiode  Schröders Staatsminister im Kanzleramt. Vor Bury hatte Renate Hellwig fünf Mal hintereinander das Direktmandat in diesem Wahlkreis ergattert, seit 1980. Sollte Eberhard Gienger auch im September das Direktmandat erhalten, würde er in dieser Hinsicht mit Hellwig gleichziehen.

Auch der Linke Walter Kubach taucht nicht auf der Liste seiner Partei auf. Um in den Bundestag reinzukommen, müsste er ebenso wie die Kandidaten der FDP, SPD und Grünen das Direktmandat ziehen, denn deren Absicherung ist praktisch nicht vorhanden: Die Grüne Catherine Kern liegt wie bereits im Frühjahr berichtet abgeschlagen auf Platz 19 (von 40), SPD-Kandidat Thomas Utz findet seinen Namen auf der Landesliste seiner Partei auf Platz 38 wieder (von 39). Ebenfalls auf der Liste seiner Partei sehr weit hinten liegt FDP-Mann Marcel Distl, auf Platz 34 (von 37). Bei der Landes-FDP rechnet man mit sechs bis acht aussichtsreichen Plätzen, sollten die Liberalen bei der Bundestagswahl acht Prozent holen.

Steffen Bilger ist dagegen sehr gut abgesichert. Selbst wenn der Verkehrspolitiker im Wahlkreis Ludwigsburg das Direktmandat nach zwei erfolgreichen Anläufen (2009 und 2013) verlöre, wird der 38-Jährige auch dem kommenden Bundestag angehören. Das letzte Mal, dass die Union diesen Wahlkreis verlor, war 1972. Damals, als der Sozialdemokrat Willy Brandt noch populärer Bundeskanzler war, siegte Gunter Huonker von der SPD.

Sein Nachfahre als Kandidat der Sozialdemokraten im Wahlkreis Ludwigsburg ist Macit Karaametoglou. der Kreis-Chef der Partei. Der 48-jährige ist selbständiger Rechtsanwalt, lebt in Ditzingen und hat türkische Wurzeln. Karaahmetoglus Listenplatz 22 könnte durchaus für einen Bundestagseinzug reichen – wenn die SPD bundesweit auf 30 Prozent kommt, gelten seine Chancen in Parteikreisen als exzellent. In den Umfragen rangieren die Sozialdemokraten derzeit knapp drunter, bei etwa 27 Prozent.

Linken-Kandidat Peter Schimke, der im Wahlkreis Ludwigsburg antritt, taucht im Gegensatz zu seinem Parteifreund Walter Kubach auf der Landesliste seiner Partei auf. Allerdings, betrachtet man die Umfragewerte seiner Partei, auf einem illusorischen 14. Platz. Ebenfalls kaum eine Chance auf den Einzug über die Landesliste haben im Wahlkreis Ludwigsburg die Grünen-Kandidatin Ingrid Hönlinger (Listenplatz 23) und die Liberale Stefanie Knecht (Platz 14). FDP-Frau Knecht ist Immobilienverwalterin, und lebt wie die Grüne Hönlinger in Ludwigsburg. Die 52-jährige Rechtsanwältin Hönlinger saß bereits von 2009 bis 2013 im Bundestag und war dort Sprecherin für Demokratiepolitik. Sie engagierte sich für Menschenrechte.

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