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Wieder zwei Dealer verurteilt

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Zwei aus den Niederlanden stammende Männer, denen die Staatsanwaltschaft die Einfuhr einer hoch qualitativen Kokain-Probe nach Ludwigsburg und Bietigheim-Bissingen sowie Handel mit weiteren großen Drogenmengen und Geldwäsche vorgeworfen hatte, sind gestern vor dem Stuttgarter Landgericht zu Freiheitsstrafen von vier, beziehungsweise einem Jahr und neun Monaten Haft verurteilt worden.

Dies war ein weiteres Urteil in insgesamt fünf Rauschgiftverfahren betreffend die Ludwigsburger Szene und das Kreisgebiet zwischen Kornwestheim, Bietigheim-Bisssingen und Pleidelsheim. Ein ehemaliger Vertrauensmann der Ludwigsburger Drogenfahnder ermöglichte den Ermittlern, einem groß angelegten Drogenkartell, den Garaus machen zu können. Unterm Strich waren es ein halbes Dutzend Dea­ler, von denen noch drei weitere auf ihre Prozesse warten.

Unschuld beteuert

Vergeblich hatten nun die beiden 41- und 54-jährigen Niederländer vor der Strafkammer des Landgerichts ihre Unschuld in Sachen Rauschgift beteuert (wir berichteten). Die Richter gehen in ihrem Urteil jedoch davon aus, dass der Jüngere der beiden schon anlässlich seiner ersten Haftverbüßung wegen großer Drogendelikte 2012 in der JVA Heilbronn einen Mann kennenlernte, der gute Kontakte zur niederländischen Drogenszene pflegte. Bis Mitte letzten Jahres gelangten so in mehreren Lieferungen bis zu 120 Kilo Rauschgift ins Ludwigsburger Kreisgebiet. Dafür wurden allerdings Dealer aus Pleidelsheim und Marbach verurteilt.

Die knapp 20 Gramm Kokain, die das Gericht den Niederländern als Einfuhr und Handeltreiben nachgewiesen hat, brachten dem Jüngeren vier Jahre Freiheitsstrafe ein. Sein Freund, der angeblich nur eine „Gefälligkeitsmitfahrt“ gemacht habe, wie er sagt, wurde wegen Beihilfe zum Rauschgifthandel zu einem Jahr und neun Monaten Haft – auf Bewährung – verurteilt.

Jetzt müssen sich demnächst drei weitere in die Ludwigsburger Drogenszene verwickelte Männer vor dem Landgericht verantworten. Jener Mann, der bereits wegen früherer einschlägiger Delikte in Heilbronn verurteilt wurde, und ein 33-jähriger Ludwigsburger. Beide sollen große Mengen des Rauschgifts aufgekauft und verteilt haben. Das nächste Urteil soll am 22. August verkündet werden. Es geht um einen 31-Jährigen, der von einem der anderen Verurteilten große Mengen Drogen und Amphetamine gekauft sowie mehrere verschiedene Waffen bei der Ausübung seines Drogenhandels benutzt habe (wir berichteten).

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