Partner der

Wie es früher einmal war Buch mit rund 100 Geschichten von Mundelsheimern erscheint im Oktober

Der Geschichtsverein Mundelsheim hat die Lebensgeschichten von älteren Dorfbewohnern in einem Buch festgehalten, das derzeit in Arbeit ist. 100 Geschichten erzählen, wie es früher einmal war.

|

Mit den alten Leuten aus dem Ort stirbt auch die Erinnerung daran, wie die Bewohner des Dorfes in früheren Zeiten ihr Leben verbracht haben. Daher kam Josef Wennrich vom Mundelsheimer Geschichtsverein vor einigen Jahren auf die Idee, die Erzählungen von älteren Mundelsheimerinnen und Mundelsheimern schriftlich festzuhalten.

Als Alfred Möhrer von den Plänen Wennrichs erfuhr, nahm er sofort Kontakt zum Geschichtsverein auf und klinkte sich in das Projekt ein. Zusammen mit Möhrer lud Wennrich einige Seniorinnen und Senioren ein, über ihr Leben in Mundelsheim zu berichten. Dabei profitierte der zugezogene Projektinitiator vom enormen Bekanntheitsgrad Möhrers im Ort als einem Mundelsheimer Urgestein und auch von dessen schwäbischen Übersetzungskünsten. "Möhrer war für Wennrich ein regelrechter Dolmetscher", erläutert der Schriftführer des Geschichtsvereins, Walter Abele.

"Am Anfang waren die befragten älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger etwas zurückhaltend. Dann legten sie indes ihr Zögern ab", erzählt Wennrich.

Schließlich kamen 101 Geschichten dabei heraus, die insgesamt 51 Autoren mit Unterstützung von Wennrich zu Papier brachten. An die Öffentlichkeit gelangten die Zeitzeugenberichte erstmal nur nach und nach. Alle 14 Tage konnten die Dorfbewohner jeweils immer eine der Erzählungen im örtlichen Gemeindeblatt lesen. "Das Interesse unter den Mundelsheimern war so groß, dass wir als Verein gebeten wurden, die Geschichten in einem Buchband zusammenzufassen und zu veröffentlichen", sagt der Vorsitzende des Geschichtsvereins, Jürgen Klingel. Eine ähnliche Resonanz unter der Einwohnerschaft hatte laut Abele seinerzeit schon das Flurnamenbuch des Geschichtsvereins hervorgerufen, das vom Verein anlässlich seines zehnjährigen Bestehens im Jahr 2010 vorgelegt wurde. Auch am jetzigen Buchprojekt ist wieder die Archivpflegerin Angelika Fink beteiligt. "Sie hat uns für das neue Buch Fotos aus dem Gemeindearchiv zur Verfügung gestellt", berichtet Wennrich. Auf rund 130 Seiten werden so die knapp über 100 Geschichten der Dorfbewohner bebildert. "Teils haben uns die Leute ihre ganze Lebensgeschichte erzählt, woanders kamen Episoden über konkrete Ereignisse dabei heraus", so Wennrich. In einem Fall berichtet beispielsweise eine Mundelsheimerin, wie sie vor rund 70 Jahren aus Schlesien flüchten musste und so in die Neckargemeinde gelangte. In einem anderen Bericht geht es mehr um das Berufsleben eines Mundelsheimer Bürgers. "Unter den Geschichten gibt es welche, die lustig, aber auch welche, die tieftraurig sind", meint Wennrich.

Sein neues Buch gibt der Geschichtsverein im Eigenverlag heraus. Für das Layout hat der Mundelsheimer Grafikdesigner Jürgen Blumhardt gesorgt. Noch befindet sich die Schrift in der Produktion. Aber Ende Oktober oder Anfang November soll das Geschichtenbuch präsentiert werden.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Partner der

Sitzung in der Sommerpause

Es kommt sehr selten vor, dass Gemeideräte während der Sommerferien tagen. Doch diese Woche gibt es unter anderem in Löchgau, Sachsenheim und Markgröningen Sitzungen. Warum? weiter lesen