Partner der

Wettstreit der Mosterkürbisse

|
Neuer Deutscher Meister im Kürbiswiegen ist das Team Heavy West aus Schönebach in Bayern mit einem 792,5 Kilogramm schweren Kürbis.  Foto: 

Die Kürbiszüchter ließen kein Auge von der Bühne, wo ihr Favorit auf die Waage musste. Zum 18. Mal fand an der Südfront des Ludwigsburger Barockschlosses am Sonntag die Deutsche Meisterschaft im Kürbiswiegen statt. Für die Kürbiszüchter ist es das Event des Jahres: Rund 60 Teilnehmer traten am Sonntag  mit ihren Monsterkürbissen gegeneinander an. Gewogen wurden neben den klassischen „Field Pumpkins“ auch spektakulär lange „Long Gourds“ und „Marrows“ (Riesenzuccini). Innerhalb der Deutschen Meisterschaften gab es eine Sonderwertung für Kürbiszüchter aus Baden-Württemberg.

Auch wenn Erfolge aus den vergangenen Jahren, wo der klassische „Halloween-Kürbis“ stattliche 900 Kilogramm auf die Waage gebracht hatte, nicht übertroffen wurden, war es doch ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Mit 792 Kilogramm trug das Team Heavy West mit Robert Janser aus Schönebach, Nähe Augsburg, und Norbert Mitschke den Sieg davon. Der schwerste Kürbis aus Baden-Württemberg brachte immerhin 506 Kilogramm auf die Waage und gehört Martin Rudorfer aus Hemmingen,. So viel Züchterfreude wollte natürlich belohnt werden, und so war auf den schwersten Kürbis ein Preisgeld von 1000 Euro ausgesetzt.

Organisiert wurde das Spektakel  zum 18. Mal von der Jucker Farm Zentrale in der Schweiz. Den bisherigen Rekord in Baden-Württemberg hält Nils Schuon aus Haiterbach. Das Rekordgewicht seines Kürbisses lag bei 695 Kilogramm.

Das Kürbiswiegen reizt auch in jedem Jahr Züchter aus der Region zu Höchstleistungen. Mit dabei waren in diesem Jahr Niklas Nehm und Andreas Kazenwadel aus Mundelsheim. Andreas Kazenwadel hat längst seine Söhne Tim, 14 Jahre, und Nico, zwölf Jahre, mit dem „Kürbis-Virus“ angesteckt. „Vor fünf Jahren hatten wir einen besonders großen Kürbis im Garten, der einfach so gewachsen ist. Mit dem waren wir zum ersten Mal hier und landeten bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften gleich auf Platz drei“, erinnert sich Andreas Kazenwadel.

Seither versuchte das Vater-Sohn-Trio seinen Rekord zu steigern, doch der Field-Pumpkin wollte sich nicht toppen lassen. Daraufhin verlegten sich die Kazenwadels auf die Long Gourds. Den Samen dazu bekamen sie von einem Züchterkollegen, denn mehr als der Wettkampf-Ehrgeiz wiegt bei diesen Meisterschaften wohl das kollegiale Miteinander.

Der lange Lulatsch kann sich bei der Familie Kazenwadel auf einem Gerüst an der Hauswand ausbreiten. „Er wird wöchentlich mit Tomatendünger versorgt und bekommt täglich zehn Liter Wasser“, erzählt der Vater. „Das führt dazu, dass man ihm beim Wachsen förmlich zusehen kann, jeden Tag um die zehn Zentimeter, wenn es nicht gerade kalt und regnerisch ist“, sagt er. Das Vier-Meter-Gerüst gibt ihm dem Kürbis den nötigen Halt.

Die Söhne Tim und Nico streckten bei den Meisterschaften gerne ihre Fühler aus und waren offen für neue Tips und Tricks, die die Züchtung noch erfolgreicher werden lassen. Peter Bohnert aus Emmendingen, der in den letzten Jahren mit seinen Long Gourds immer auf Platz eins lag, verriet ihnen gerne, dass ein Dünger aus Zuckermelasse wohl wahre Wunder wirkt. „Im nächsten Jahr wollen wir auf jeden Fall wieder dabei sein“, betonte der Mundelsheimer.

Man darf gespannt sein, denn der Aufwand, den viele Züchter für die Teilnahme auf sich nehmen, ist immens. Allein der Transport ist schon ein Abenteuer. Das sah man an den vielen Transportern oder Pkw mit Anhänger, die gestern Nachmittag an der Südfront des Schlosses parkten.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Partner der

Überall nur zufriedene Gesichter

Nach einer Woche Handball-WM der Frauen in Bietigheim-Bissingen fällt das Fazit von Funktionären, Organisatoren und Zuschauern durchweg positiv aus. weiter lesen