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Weinbau: Förderung künftig auch für kleine Flächen

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Nicht nur der späte Frost (siehe Beitrag in dieser Ausgabe), auch die Wirtschaftlichkeit der Steillagen macht vielen Weinbauern zu schaffen. Wenigstens bei der monetären Unterstützung gibt es gute Nachrichten – vor allem für Betreiber kleiner Anbauflächen in den Steillagen. Der Grünen-Landtagsabgeordnete Markus Rösler, der die Weinberge seiner Heimatregion schon mal mit den Hängenden Gärten der Semiramis vergleicht, sieht die Zukunft des sensiblen Terrassenanbaus mit einer Neuregelung der grün-schwarzen Landesregierung ein gutes Stück besser gesichert. Danach wird der Landeszuschuss für die Terrassen-Wengerter deutlich erhöht und soll ab 2018 auch bereits bei kleineren Flächen greifen.

Die sogenannten Handarbeitslagen gelten als kulturelles Erbe der Region, sind aber besonders arbeitsaufwändig und kostenintensiv zu bearbeiten. Um die Steillagen zu erhalten, gibt es deshalb unter anderem Bewirtschaftungs-Zuschüsse vom Land.

Bisher, so Rösler, konnte ab einer Flächengröße von mindestens zehn Ar einen Zuschuss in Höhe von 900 Euro je Hektar gewährt werden. Das Problem: Kleinere Einzelflächen konnten rechnerisch nicht zusammengelegt werden, um auf die erforderliche Mindestgröße zu kommen. „Damit waren stellenweise bis zu drei Viertel der bewirtschafteten Lagen nicht antrags- und förderberechtigt“, so Rösler.

Mindestens 500 000 Euro

Das soll sich ab kommenden Jahr nun grundsätzlich ändern. Dann können die „kleinen Handtücher“, wie Rösler sie nennt, also Teilflächen, auch gebündelt für eine Förderung eingereicht werden. Darüber hinaus werden auch nicht mehr zehn Ar als Mindestgröße notwendig sein, sondern die Förderung setzt bereits ab fünf Ar (500 Quadratmeter) ein. Und es gibt mehr Geld: Wie Rösler weiter mitteilt, wird die Förderung von 900 auf 3000 Euro je Hektar angehoben.

Der selbst aus einer Wengerter- und Obstbauernfamilie in Gerlingen stammende Landtagsabgeordnete hat mit seinem Vorstoß auch auf entsprechende Forderungen des Kreisbauernverbands und des Vereins Backhäusle in Vaihingen-Roßwag reagiert. Was die erweiterte Bewirtschafts-Förderung das Land insgesamt kosten wird, kann Rösler noch nicht abschätzen. Das hänge von der noch nicht absehbaren Zahl der Anträge ab. Im Landeshaushalt 2018 seien zunächst mindestens 500 000 Euro für die Steillagenbewirtschaftung vorgesehen, so Rösler.

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