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Was zum Wahltag noch wichtig ist

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Auch am Wahlsonntag kann noch per Briefwahl gewählt werden. Allerdings nur im Ausnahmefall.  Foto: 

Am Sonntag entscheidet Deutschland über seine politische Zukunft. im Landkreis Ludwigsburg entscheiden die wahlberechtigten Bürger im Speziellen, ob die CDU-Abgeordneten Eberhard Gienger (Wahlkreis Neckar-Zaber) und Steffen Bilger (Wahlkreis Ludwigsburg) ihr Direktmandat verteidigen oder nicht. Ziemlich sicher drin im Bundestag ist von der Union bislang nur Steffen Bilger, der, wie berichtet, einen äußerst aussichtsreichen Listenplatz 6 inne hat. Gienger hat sich auch bei dieser Wahl nicht über einen Listenplatz absichern lassen. Ziemlich sicher drin sind, sofern ihre Partei nicht unerwartet an der Fünf-Prozent-Hürde scheitert, auch die Kandidaten der AfD, Marc Jongen (Wahlkreis Neckar-Zaber, Listenplatz 3) und Martin Hess (Wahlkreis Ludwigsburg, Platz 7).

Wer wählen darf, wurde, sofern keine Fehler passiert sind, per  Wahlbenachrichtigung in Briefform darüber informiert, dass er oder sie im Wählerverzeichnis eingetragen ist. In dem Schreiben der Kommunen ist auch genannt, wo und zu welchen Zeiten die Stimme abgegeben werden darf. Wer per Briefwahl wählen will und seine Unterlagen noch nicht beantragt hat, ist jetzt zu spät dran: die Frist ist am Freitagabend, 18 Uhr,  abgelaufen. Es gibt allerdings eine Ausnahme: Wer plötzlich zu krank ist, um zum Wahllokal zu gehen, der kann noch bis 15 Uhr am Sonntagnachmittag seine Briefwahlunterlagen im Wahllokal beantragen und abholen lassen – durch jemanden, der eine Vollmacht des Erkrankten bei sich haben muss. Wichtig: Der Erkrankte muss den Wahlzettel selbst ausfüllen und unterschreiben.

Spontan-Briefwahl bei Krankheit

Wer persönlich seine Stimme in einem Wahllokal abgibt, muss die Wahlbenachrichtigung übrigens nicht mitbringen. Ohne Reisepass oder Personalausweis geht es allerdings nicht.

Egal, wer auf welche Art und Weise gewählt wird: Um 18 Uhr schließen die Wahllokale, danach wird auch kein Wahlzettel mehr per Briefwahl akzeptiert.

Um exakt 18 Uhr veröffentlichen die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF bereits die ersten Prognosen zum Wahlausgang.  Zu dieser Zeit werden allerdings noch keine amtlichen Ergebnisse gezeigt, es handelt sich, wie genannt, lediglich um Prognosen, die in aller Regel aber die Richtung des Wahlausgangs ziemlich genau vorgeben.

Die Daten dazu wurden von Meinungsforschungsinstituten erhoben. Bereits vor dem Wahltag haben die Institute „Infratest dimap“ aus Berlin, das für die ARD prognostiziert, und die „Forschungsgruppe Wahlen“ aus Mannheim, die für das ZDF prognostiziert, Wahllokale ausgesucht, um dort während des Wahltages anonym Wähler zu befragen, wem sie ihre Stimme gegeben haben. Befragt werden pro Institut und Sender mehrere zehntausend Wähler – auch durch diese hohe Zahl gelingt es den Meinungsforschern meistens, recht nahe am späteren amtlichen Ergebnis zu sein. Auch im Landkreis Ludwigsburg sind Korrespondenten der Institute unterwegs.

Prognose auch aus dem Kreis

„Infratest dimap“ hat als einen von 624 Wahlbezirken in ganz Deutschland auch den Wahlbezirk „005-31 KiTa Im Leintal“ in Bietigheim-Bissingen ausgewählt. Mitarbeiter des Instituts bitten die Wähler – eine Teilnahme ist nicht Pflicht – anonym einen kurzen Fragebogen zu ihrer Stimmabgabe auszufüllen. Nach der Auszählung  melden die Mitarbeiter des Instituts die Ergebnisse der Stimmauszählung ins Fernsehstudio der ARD.

Noch vor 19 Uhr gibt es bereits die ersten Hochrechnungen, die auf den ersten Auszählungen aus den Wahllokalen basieren. Dabei werden nicht einfach die Daten zusammengerechnet, die gerade eintrudeln. Die Statstik-Experten achten auf ihre Vorauswahl an Bezirken, die sie schon zuvor getroffen haben, um ein möglichst realitätsnahes Bild zu erhalten.

Prüfiung der Wahldaten

Im Ludwigsburger Landratsamt laufen die Fäden zusammen: Landrat Rainer Haas ist als Vorsitzender des Wahlausschusses dafür verantwortlich, dass die Wahl in den Wahlkreisen Ludwigsburg und Neckar-Zaber ordnungsgemäß ablaufen ist. Die ersten Auszählungen gehen beim Ludwigsburger Landratsamt erfahrungsgemäß nach 19 Uhr ein. Manchmal dauert es allerdings erheblich länger: Bei der letzten Bundestagswahl im Jahr 2013 musste in Mundelsheim noch einmal neu ausgezählt weden – diese Zahlen waren erst nach 22.30 Uhr vor Ort. Wenn das alle Zahlen im  Kreishaus sind, werden sie elektronisch an den Landeswahlleiter in Stuttgart gesendet. Die letzte Instanz ist der Bundeswahlleiter. Nach dem Wahltag gibt es auch im Ludwigsburger Wahlausschuss noch weitere Prüfungen, ob alles korrekt abgelaufen ist. Erst danach können die Ergebnisse in den Wahlkreisen Neckar-Zaber und Ludwigsburg amtlich werden.

Vom Landratsamt in Ludwigsburg werden die Daten auch zu den Zeitungen geschickt: Die BZ wird diese aktuell verarbeiten. Die Daten werden Teil der ausführlichen und aktuellen Wahlberichterstattung in der Montagsausgabe sein.

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