Partner der

Feuerfalle Tiefgarage

|
Der Schaden nach dem Brand am Dienstagmorgen in der Ludwigsburger Tiefgarage ist sechsstellig. Brände in Tiefgaragen sind besonders gefährlich.  Foto: 

In der Tiefgarage der Technischen Dienste der Stadt Ludwigsburg ist am Dienstagmorgen ein verheerendes Feuer ausgebrochen, das einen Schaden in sechsstelliger Höhe zur Folge hatte. Wie hoch der Schaden genau ist, war am Abend noch unklar. Laut Polizei ist an der Ecke Gänsfußallee/Schwieberdinger Straße gegen 6 Uhr ein Schneeräumfahrzeug aus noch ungeklärter Ursache ausgebrannt. Mehrere andere Fahrzeuge in der Garage wurden ebenfalls beschädigt. Hinweise auf eine Brandstiftung gab es bislang nicht.

Wenn es in Tiefgaragen brennt, ist der Sachschaden oft sehr groß – und die Feuerwehr steht vor einer besonders kniffligen Aufgabe. Warum eigentlich? Wie Alexander Huppert, der stellvertretende Kommandant der Ludwigsburger Feuerwehr und Einsatzleiter am Dienstagmorgen, erklärt, sind die relativ hohen Temperaturen ein Hauptgrund dafür, dass der Schaden sehr schnell sehr hoch sein kann: „Bei einer Temperatur von ungefähr 500 Grad werden die Eisenstreben in der Betondecke beschädigt, und die Tragekraft kann verloren gehen“, sagt Huppert.

Im Fall der Ludwigsburger Tiefgarage, die am Dienstagmorgen gebrannt hat, steht über dem Einsatzort kein mehrgeschossiges Haus, sondern „nur“ eine Hof- und Lagefläche, auf der allerdings schwere Lastwagen fahren. Laut Einsatzleiter Huppert hat der Statiker jedoch Entwarnung gegeben: Die Decke werde halten, auch bräuchte es keine provisorischen Stützpfeiler.

Autos brennen sehr heiß ab

Besonders heiß wird es bei einem Brand in einer Tiefgarage aus zwei wesentlichen Gründen: Ein Auto mit Öl unter der Haube und Benzin im Tank hat viele Kunststoffe, die laut Huppert sehr heiß abbrennen. Das zweite Problem ist, dass die Hitze in einer Tiefgarage nirgendwo hin kann. Frank Wallesch, Stadtkommandant der Bietigheim-Bissinger Feuerwehr, erklärt: „Bei einem Dachstuhlbrand bricht irgendwann mal der Dachstuhl, oder die Fenster bersten, da kann die Hitze dann entweichen. Eine Tiefgarage ist dagegen eine reine Betonhülle.“ Und die bricht nicht so leicht.

Das Hauptproblem der Wehrleute beim Einsatz in Tiefgaragen ist noch ein anderes: Sie sehen oft nichts, so wie am Vormittag in Ludwigsburg. „Die sind da blind reingegangen“, sagt Huppert über den Einsatz seiner Kameraden am Dienstagmorgen. Der Brandherd wurde mit einer Wärmebildkamera geortet. Mit der würde man auch Menschen finden.

Oft verwenden die Feuerwehrleute bei Einsätzen in Tiefgaragen einen großen Ventilator: Sie blasen Luft in die Garage, wodurch der Rauch schneller über die Lüftungsschächte entweicht. Ungünstig für die Feuerwehrleute ist, wenn der Rauch schon durchs Treppenhaus gezogen ist. Das kann viele Gründe haben. Ein Grund ist: „Oft werden Rauchabschlusstüren durch Keile verstellt, weil es den Bewohnern zu blöd ist, beim Transport jeder Sprudelkiste die Tür ins Treppenhaus aufzumachen“, so Wallesch.

Mit einem Treppenhaus voller Rauch hatten es die Bietigheim-Bissinger Feuerwehrleute zum Beispiel im März 2014 zu tun: Ein Drogensüchtiger wollte in der Tiefgarage an der Bissinger Bahnhofstraße einen Roller und Benzin klauen und hat dabei einen Brand ausgelöst, der das Gebäude in Einsturzgefahr gebracht und einen Sachschaden von einer halben Million Euro verursacht hat. Weil das Treppenhaus so verraucht war, musste etwa ein halbes Dutzend Bewohner mit Schiebeleitern von den Balkonen gerettet werden. Drei Bewohner hatten schwere Rauchvergiftungen erlitten.

Dagegen verlief der Brand in Ludwigsburg an diesem Dienstag relativ glimpflich: Niemand wurde verletzt, und die  Bewohner der drei ansässigen Betriebswohnungen durften nach der Durchlüftung wieder zurückkehren.

Als ideal zum Sammeln von Küchenabfällen eignen sich laut der AVL, der Abfallverwertungsgesellschaft des Landkreises Ludwigsburg, Papiertüten. Auch Einkaufstüten vom Bäcker oder Metzger können demnach problemlos wiederverwertet werden; ebenso die eigens dafür hergestellten Papiertüten. Am besten solle der Boden der Biotonne dick mit zerknülltem Zeitungspapier ausgekleidet werden, um die Feuchtigkeit zu binden.

„Wer konsequent Biogut trennt und dadurch Restmüll vermeidet, spart Geld“, heißt es von Seiten der AVL. Eine Leerung der Restmülltonne (120 Liter) kostet fast sieben Mal so viel (4,78 Euro) wie eine Leerung der Biotonne (70 Cent).

 Im Jahr 2016 hat der Landkreis Ludwigsburg fast 24 000 Tonnen Biomüll eingesammelt. Das entspricht fast einem Zentner pro Einwohner – die aufgeführten 45 Kilogramm entsprechen exakt dem Landesschnitt.  Zum Vergleich: Im Rems-Murr-Kreis sind es 79 Kilogramm pro Einwohner, in der Stadt Stuttgart sind es 24 Kilo pro Einwohner gewesen. bz

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Partner der

Bietigheim-Bissingen rüstet gegen Verkehrssünder auf

Mehr Personal für die Verkehrskontrollen, zusätzliche Geschwindigkeitsanzeigen und Temporeduzierungen: Bietigheim-Bissingen sagt Rasern und Falschparkern den Kampf an. weiter lesen