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Warnung vor dem „Guckloch“

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Die Polizisten im Präsidium in Ludwigsburg geben selbst zu, dass die Gefahr noch nicht akut ist. Dennoch: Auch wenn der Winter bislang nur halbherzig zugeschlagen hat, verweisen die Beamten auf die Vorschriften im Straßenverkehr bei Eis und Kälte. So  müssen die Winterreifen, die mittlerweile überall drauf sein, eine M+S- Kennzeichnung und/oder eine entsprechende Kennzeichnung mit dem „Three-Peak-Mountain-Snowflake“-Zeichen (Bergpiktogramm mit Schneeflocke) aufweisen. Darunter fallen auch Ganzjahresreifen. Einen festgelegten Zeitraum für Winterreifen gebe es aufgrund der unterschiedlichen Wetterverhältnisse in Deutschland zwar nicht, doch wer den Radwechsel zu lang hinauszögere und von winterlichen Straßenverhältnissen überrascht werde, riskiert ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro.

Behindere er dabei noch andere Verkehrsteilnehmer, so drohen 80 Euro Bußgeld und bei einem durch ungeeignete Bereifung verursachten Unfall sind 120 Euro fällig. Die erlaubte Mindestprofiltiefe liegt bei 1,6 Millimetern, die Polizei rät allerdings, Winterreifen bei einer Profiltiefe von weniger als vier Millimetern zu erneuern. Alle vier Wochen solle kontrolliert werden.

Aufofahrer im Blindflug

Außerdem warnt das Präsidium noch die sogenannten „Gucklochfahrer“: Damit meinen die Beamten: Autofahrer, die vor dem Losfahren gerade mal ein kleines Loch auf der vereisten Windschutzscheibe freikratzen und sich praktisch im Blindflug auf den Weg zur Arbeit machen. „Das ist nicht nur gefährlich, sondern wird ebenso mit einem Bußgeld geahndet wie das unnötige Laufenlassen des Motors, um die Scheibe abzutauen.“

Das Polizeipräsidium gibt noch einen Tipp: Wer sich diesen Ärger ebenso wie das Eiskratzen ersparen wolle, der sei mit einer einfachen und günstigen „Plastikgarage“, einer Umhüllung des Autos, gut bedient. Auf Nachfrage sagt Polizeisprecherin Tatjana Wimmer, dass die Anzahl von angezeigten „Guckloch-Fahrern“ verschwindend gering sei. „In der Regel führen Polizisten ein verkehrserzieherisches Gespräch mit diesen Fahrern, anstatt eine Anzeige aufsetzen.“

Wichtig sei auch die Batterieprüfung, ebenfalls sollen Bremsen, Beleuchtung sowie der Schutz der Kühlflüssigkeit und der Scheibenwaschanlage kontrolliert werden, teilt die Polizei mit. bz/mart

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