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Wahlplakate: Neun Anzeigen wegen Sachbeschädigung im Kreis - Vor allem AfD betroffen

Wie immer bei Wahlkämpfen sind die Wahlplakate der Parteien auch diesmal Gegenstand von Attacken. Besonders im Fokus steht die AfD, wie die eingegangenen Anzeigen bei der Polizei zeigen.

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  • Sprüher mit Hitler-Schablone am Werk: In der Bergstraße in Bietigheim-Bissingen wurde ein Wahlplakat von Roland Mackert (AfD) bemalt. 1/4
    Sprüher mit Hitler-Schablone am Werk: In der Bergstraße in Bietigheim-Bissingen wurde ein Wahlplakat von Roland Mackert (AfD) bemalt. Foto: 
  • Die FDP am Boden. Ein abgerissenes Wahlplakat von Dieter Baumgärtner liegt auf dem Gehsteig im Wohngebiet Kreuäcker. 2/4
    Die FDP am Boden. Ein abgerissenes Wahlplakat von Dieter Baumgärtner liegt auf dem Gehsteig im Wohngebiet Kreuäcker. Foto: 
  • Geknickt: Ein Wahlplakat des Grünen-Abgeordneten Daniel Renkonen hängt zusammengefaltet am Laternenmast in den Bietigheimer Kreuzäckern. 3/4
    Geknickt: Ein Wahlplakat des Grünen-Abgeordneten Daniel Renkonen hängt zusammengefaltet am Laternenmast in den Bietigheimer Kreuzäckern. Foto: 
  • Außerirdisch: In der Sachsenheimer Straße in Bietigheim haben Unbekannte ein Plakat von Fabian Gramling (CDU) mit einem Gremlin überklebt. 4/4
    Außerirdisch: In der Sachsenheimer Straße in Bietigheim haben Unbekannte ein Plakat von Fabian Gramling (CDU) mit einem Gremlin überklebt. Foto: 
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Wahlhelfer der AfD haben mitunter eine Sisyphus-Arbeit zu verrichten. Kaum haben sie ihre Plakate aufgehängt, werden diese auch schon wieder heruntergeholt. Aber auch andere Parteien klagen über das Beschmieren, Überkleben oder Abreißen ihrer Wahlwerbung am Straßenrand.

Wie der Blick nach Bietigheim-Bissingen zeigt, ist dort unter anderem ein Plakat des CDU-Kandidaten Fabian Gramling zu sehen, dem ein Scherzbold eine Gremlin-Maske verpasst hat. AfD-Kandidat Roland Mackert wurde mit Hitler-Bärtchen und -Frisur verunstaltet, andere Plakate wurden geknickt oder liegen am Boden. Beim Bauhof in Bietigheim-Bissingen kann man ein Lied davon singen, dass immer wieder Plakate auf dem Gehweg weggeräumt werden müssen.

Der "Plakat-Frevel" schlägt sich auch in Anzeigen bei der Polizei nieder. Beim Polizeipräsidium in Ludwigsburg sind nach Auskunft von Sprecher Peter Widenhorn bislang 23 Anzeigen wegen Sachbeschädigung von Wahlplakaten eingegangen. Davon entfielen neun auf den Landkreis Ludwigsburg, der Rest auf den Kreis Böblingen, für den das Polizeirevier ebenfalls zuständig ist.

Betroffen seien im gesamten Zuständigkeitsbereich des Präsidiums 350 Plakate, so Widenhorn, von denen der Großteil, nämlich 300, der AfD gehörten. Bezogen auf den Landkreis Ludwigsburg gehe es um 30 AfD-Plakate, acht CDU-Plakate, drei SPD-Plakate und jeweils eines der Grünen und der NPD.

Freilich hätten diese Angaben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, betont Widenhorn. Denn nur ein Teil der Vorkommnisse werde bei der Polizei angezeigt. Es gebe daher eine große Dunkelziffer. Was nicht verwunderlich ist. Denn nach Angaben des Polizeisprechers kommt es nur selten vor, dass einer der Täter gefasst wird. "Man findet sie in der Regel nicht", räumt Widenhorn ein.

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