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Vorerst kein Manager für Klimaschutz

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Der Energieerlass für die öffentlichen Gebäude in Freiberg, wie etwa das Rathaus, wird in der Stadt als wirkvoller Einstieg in den Klimaschutz gewertet.  Foto: 

Peter  Müller, der Leiter des Fachbereichs Recht und Ordnung in Freiberg, soll es richten. Denn Bürgermeister Dirk Schaible traut seinem Ressortchef durchaus zu, die Umsetzung des Katalogs des Maßnahmebündels zum Schutz des Klimas voranzubringen, das bereits 2014 auch unter Mitwirkung nteressierter Bürger erarbeitet und vom Gemeinderat beschlossen wurde.

Im Technischen Ausschuss des Gemeinderats machte Schaible klar, dass die Stadtverwaltung bereits in den vergangenen Jahren umweltbewusst gehandelt habe, doch einen Klimaschutzmanager werde es vorerst nicht geben.

Schon viel getan

Peter Müller gab dazu den Stadträten in seinem Zwischenbericht einen Überblick, was bisher bereits in der Sache getan wurde. Dazu gehörte nicht nur die Erinnerung an den kürzlich erfolgreich bestrittenen dritten Stadtradel-Wettbewerb mit neuem Rekordergebnis, sondern besonders die Präsentation des Energieerlasses für öffentliche Gebäude im Herbst vorigen Jahres, mit dessen Umsetzung inzwischen ein Energieberatungs-Ingenieurbüro beauftragt ist.

Auch das Förderkonzept für den Austausch von Heizungsumwälzpumpen der Stadtwerke gehöre dazu oder die Pflanzaktion „Schülerwäldle“.

Gerade bei Energieeinsparungsthemen habe Freiberg enorme Fortschritte gemacht, die derzeit vom Klimaschutzmanager des Landkreises weiterbearbeitet werden. Von der Zusammenarbeit mit diesem Klimaschutzmanager verspricht sich die Stadtverwaltung ebenso viel, wie von den Beratern der Ludwigsburger Energieagentur LEA. Im Bereich Mobilität wurden bereits Teile des Radwegekonzepts umgesetzt und das Regierungspräsidium Stuttgart habe gerade eben 120.000 Euro zum Ausbau des viel befahrenen Neckarradwegs zugesagt.

Das Landratsamt Ludwigsburg möchte im Rahmen des kommunalen Energiemanagements ein Effizienznetzwerk aufbauen. Und obwohl die Stadt Freiberg dabei schon heute sehr aktiv gewesen sei mit der Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Leuchten, einem strikten Energiecontrolling, den Aufbau eines Nahwärmenetzes forciere und über  Heizzentralen mit modernen Blockheizkraftwerken verfüge, wird das von der Rathausspitze als vorteilhaft angesehen.

Elvira Kuhnle-Chmielnicki von der Offenen Grünen Liste erneuerte dennoch die Forderung ihrer Fraktion nach Einstellung eines Klimaschutzmanagers mit dem Hinweis, dass Peter Müller angesichts der Fülle seiner Aufgaben mit der Umsetzung des Klimaschutzkonzepts überfordert („Das schaffen Sie nicht“) sei. Zumindest eine 50-Prozent-Stelle müsse doch zusätzlich möglich sein.

Zug um Zug abarbeiten

Aber damit stieß sie im Ausschuss auf wenig Gegenliebe. Klaus-Peter Bakalorz (SPD) lehnte den Manager ab und plädierte dafür, dass die jeweils zuständigen Fachbereiche im Rathaus den Maßnahmekatalog „einfach Zug um Zug abarbeiten“ sollten. CDU-Fraktionschef Willi Zimmer wollte auch nicht einsehen, „dass wir einen Haufen Leute einstellen, um diesen Maßnahmenkatalog umzusetzen“.

Bürgermeister Dirk Schaible konnte sich indes allenfalls vorstellen, dass in einer Art „interkommunaler Zusammenarbeit“ irgendwann einmal ein  Klimaschutzmanager bestellt werden könne, wenn das nötig sei. Ansonsten habe Freiberg schon immer viel gemacht.

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