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Verhaftungen nach Schüssen vor Bietigheimer Lokal

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Sechs Tage nach den Schüssen vor einem Lokal in den Bietigheimer Kreuz­äckern hat das Landeskriminalamt am Donnerstag in einer groß angelegten Aktion zwei Männer festgenommen. Die beiden sollen Mitglieder oder Unterstützer der kurdisch geprägten Gruppe Bahoz sein, die sich derzeit mit der nationaltürkisch geprägten Gruppierung Osmanen Germania BC gewalttätige Auseinandersetzungen im Kreis liefert. Den Verdächtigen wird laut einer Mitteilung von LKA und der Heilbronner Staatsanwaltschaft versuchter Mord vorgeworfen. Der 24-jährige Türke und der 21-jährige deutsche Staatsangehörige mit türkischem Migrationshintergrund wurden bereits dem Haftrichter in Heilbronn vorgeführt und beide anschließend ins Gefängnis gebracht.

Mehr als 50 Beamte, darunter Spezialeinsatzkräfte und Diensthundeführer, hatten am Donnerstagmorgen drei Wohnungen in Bietigheim-Bissingen, Ludwigsburg und Steinheim durchsucht. Dabei fanden sie eine Schreckschusswaffe mit Munition, mehrere Stichwaffen sowie Handys, alles wurde sichergestellt.

Die genauen Hintergründe der Tat, bei der nach einem Streit mutmaßlich auf einen 24-Jährigen mit türkischem Migrationshintergrund geschossen, dabei aber nur Sachschaden an Autos verursacht worden war, sind aber weiter unklar. Die Ermittlungen auch zu etwaigen weiteren Beteiligten dauerten an, sagte ein LKA-Sprecher. Die Behörde hatte die Ermittlungen übernommen, weil dort eine Gruppe zur Aufarbeitung von Straftaten im Zusammenhang mit den aktuellen Konflikten eingerichtet worden ist. „Das wird uns noch weiter beschäftigen, da gibt es derzeit eine sehr dynamische Entwicklung“, heißt es beim LKA. Unter anderem hatte es deshalb im November zwei größere Polizeieinsätze in Ludwigsburg gegeben, einer davon nach einem mutmaßlichen Brandanschlag auf ein Auto. Julia Schweizer

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