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Vater und Sohn in der Firmenleitung

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Oliver Burt und sein Sohn Patrick führen gemeinsam das Unternehmen in Bietigheim-Bissingen. Der Vater hat den Anbieter von Sicherheitssystemen 1983 gegründet, der Sohn ist seit 2015 auch Geschäftsführer.  Foto: 

Es ist ein gutes Gefühl, dass die Firma in der Familie bleibt“, umschreibt Oliver Burt den 2014 erfolgten Einstieg seines Sohnes Patrick in den Familienbetrieb. Seit 2015 ist Patrick Burt, der zuvor Mecha­tronik studiert und mit seinem Master Fachrichtung Elektrotechnik abgeschlossen hatte, auch Geschäftsführer. Das inhabergeführte Unternehmen, das zu den größten Anbietern von Sicherheitssystemen in der Region Stuttgart gehört, wurde 1983 von Oliver Burt gegründet. „Heute würde man ,start up’ dazu sagen“, sagt er und schmunzelt.

Der gelernte Fernmeldemeister und Betriebswirt hat klein angefangen. Inzwischen beschäftigt er über 30 Mitarbeiter, von denen viele seit mehr als zwei Jahrzehnten dabei sind. Sohn Patrick, Jahrgang 1986, wuchs mit dem Betrieb auf. Als Jugendlicher hat er sein Interesse für Technik mit Ferienjobs in der Firma entdeckt und ist, wie er meint, „da reingewachsen“.

Auch kontroverse Standpunkte

Anfangs gab es durchaus auch einmal kontroverse Standpunkte. „Wir Älteren sind ja eher die Bewahrer,“ meint Oliver Burt. „Die Jungen wollen neue Dinge etablieren.“ Aber wenn die Firma sich behaupten und entwickeln soll, gerade in der technisch schnelllebigen Branche, müsse man auch offen für neue Entwicklungen sein. „In einem Familienbetrieb muss man sich jeden Schritt genau überlegen“, erklärt Oliver Burt. Man denke in langen Zeiträumen, nicht in kurzfristigen Ergebnissen.

Die Verantwortung nicht nur für die eigene Familie, sondern auch für die Mitarbeiter sei sehr groß. Umso wichtiger ist eine gute Kommunikation untereinander. Vater und Sohn betreuen zwar jeder selbst eigene Projekte, sind aber gegenseitig in allem involviert und sprechen sich regelmäßig ab. „Jeder weiß vom anderen, wie es läuft.“ Beide sind sich einig darin, dass sie voneinander profitieren.

„Der IT-Bereich ist jetzt bei uns viel besser aufgehoben, seit Patrick dabei ist“, so Oliver Burt. Patrick Burt profitiert dagegen von den Erfahrungen des Vaters: „Ein Unternehmen wirklich führen, ist noch einmal etwas ganz anders als nur technische Systeme zu konstruieren.“ Den Umgang mit den Mitarbeitern und die Leitung des kaufmännischen Bereichs lerne man nicht im Studium. „Da ist ganz viel drum herum, was dazu gehört.“

Oliver Burt schätzt es, dass er mit seinem Sohn jetzt einen Partner gefunden hat, auf den er sich verlassen kann. „Das ist natürlich auch eine besondere Form des Vertrauens. Aber ich kann jetzt auch so richtig genießen, loszulassen, wenn ich zum Beispiel im Urlaub bin, weil ich weiß, das läuft hier garantiert gut.“

Abschied fällt leichter

Auch der irgendwann anstehende Abschied aus dem Arbeitsleben werde mit dem Wissen, dass der Sohn den Betrieb weiterführt, leichter: „Das ist ein fließender Übergang, den man so lange vorbereiten kann“, meint Oliver Burt. Seine Frau Ingrid führt seit Gründung der Firma die Buchhaltung. Der jüngere Sohn Steven studiert zur Zeit noch. Vorerst liegt die Geschäftsführung bei Vater und Sohn.

„Es ist viel Verantwortung“, so Patrick Burt. „Aber ein Stück weit bin ich auch stolz darauf, das Lebenswerk meines Vaters fortführen zu können.“

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