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Terror und Flucht Thema im "Jungen PKC"

IS-Terror, Nazi-Deutschland und Flüchtlinge waren die Themen eines dreitägigen Wochenend-Workshops des "Jungen PKC" in Freudental.

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Die Schreckensmeldungen über den Terror in Paris, der Krieg in Syrien und die Vielzahl der Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, sind alltägliche Nachrichten. Dazu haben auch Kinder und Jugendliche viele Fragen. Dies wurde beim Workshop "Junges PKC" des Pädagogisch-Kulturellen Centrums Ehemalige Synagoge Freudental deutlich, wie es in einer Mitteilung von Barbara Schüßler, der pädagogischen Leiterin des PKC heißt.

Bereits zum vierten Mal hat Barbara Schüßler Kinder und Jugendliche zu einem Wochenend-Workshop eingeladen. Mit 19 Teilnehmenden von sieben bis 14 Jahren war das Angebot komplett ausgebucht, weitere Interessierte mussten abgewiesen werden.

Die meisten der Jungen und Mädchen haben bereits einmal an einem Workshop teilgenommen. "Sie sind echte Fachleute zur Geschichte der Juden in Freudental, die während der nationalsozialistischen Diktatur Freudental verlassen mussten", so Schüßler. Die heutige Situation von Flüchtlingen zum Thema zu machen, hat die Gruppe gemeinsam entschieden. "Schon die Grundschüler wissen, dass viele Menschen aus Syrien vor dem Terror des IS fliehen", berichtet die pädagogische PKC. Auch die Zusammenhänge zu den Anschlägen in Paris seien bei den Kindern und Jugendlichen präsent.

Die Fragen, mit denen sich die Teilnehmer beschäftigen, waren die gleichen, die auch die Erwachsenen diskutieren: Warum gibt es Terror und Krieg im Namen des Islam? Kann ein solcher Anschlag wie der in Paris auch bei uns passieren? Wie geht es den Menschen, die fliehen müssen in einem für sie fremden Land, wo sie auch die Sprache nicht verstehen? Schüssler: "Antworten zu finden, fiel allen Beteiligten nicht leicht." Anhand des Buches "Akim rennt" von Claude K. Dubois versuchten die Kinder, sich in die Situation eines Kindes, das im Krieg lebt, hineinzuversetzen. Der Film "Hoppet" machte deutlich, was es bedeutet, ohne Eltern fliehen zu müssen. Doch am wichtigsten war für die jüngeren Teilnehmer, dass die Geschichten ein gutes Ende finden. Die älteren Teilnehmer dagegen stellten fest: "Krieg ist nie schön. Während der Nazi-Zeit war es hier auch nicht besser." So entstanden spannende Diskussionen über das Früher, Heute und eine mögliche Zukunft. Spontan entschlossen sich die Teilnehmer, sich an der "Orangenaktion" der evangelischen Kirchengemeinde zu beteiligen. Mit dem Erlös wird eine Schule im Sudan unterstützt, die Flüchtlingskinder aufnimmt.

Für einen nächsten Workshop "Junges PKC" wünschen sich die Teilnehmenden den Besuch in einer Moschee. "Wir wollen alle verstehen: die Christen, die Juden und die Moslems", sagte der neunjährige Yasa.

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