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Streuobst zukunftsfähig machen

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Der elfte Landesstreuobsttag im Ludwigsburger Landratsamt stand unter dem Motto „Streuobst ist Kultur“. In Grußworten und Fachvorträgen ging es darum, wie dieses Kulturgut zukunftsfähig gemacht werden kann.

Ulrike Schütze sorgt sich: Die Aktivistin von der Akademie Ländlicher Raum weiß nämlich ganz genau, dass die Streuobstwiesen des Landes nur durch intensive Pflege zukunftsfähig sind. Schließlich sind sie ein Kulturgut, das nicht verloren gehen darf. Doch dies droht derzeit, weil viele betagte Streuobstwiesenbesitzer aufgeben und es an Nachwuchs mangelt.

Und deshalb war dieses Treffen von fast 100 hochkarätigen Fachleuten der  Naturschutzverbände, der Wissenschaft, den kommunalen Behörden und von  Privatinitiativen so wichtig. „Denn nur, wenn man etwas weiterentwickelt, ist es auch was wert“, wusste Schütze. Dazu gab es an diesem Samstag eine ganze Menge Anregungen, die es aber auch tatkräftig umzusetzen gilt.

Kein Preis geht in den Landkreis

Im Mittelpunkt des Interesses standen jedoch auch diesmal wieder die Preisträger aus dem Land, die sich mit ihren Produkten aus heimischem Streuobst als Sieger hervorgetan hatten und von Landwirtschafts-Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch ausgezeichnet wurden. Aus dem Angebot von 62 Säften wählte die Jury 16 aus, die besonders überzeugten. Dabei ging leider kein Preis in den Landkreis.

Wie schon der Umweltdezernent im Landratsamt Ludwigsburg, Dr. Christian Sußner, in seinem Grußwort ging auch Staatssekretärin Gurr-Hirsch auf die Frostkatastrophe vom 19. bis 24. April  ein, die sowohl im Weinbau wie in den Streuobstwiesen verheerende Schäden angerichtet hat. In Vertretung von Landwirtschaftsminister Peter Hauk versicherte auch seine Staatssekretärin noch einmal, dass die Betroffenen entschädigt würden, weil dieses Ereignis für sie „existenzgefährdend“ gewesen sei. „Kein anderes Bundesland hat einen so großen zusammenhängenden Streuobstbestand“, konstatierte sie und deshalb seien diese Maßnahmen vom Kabinett auch so beschlossen worden.

Die Landesregierung fördere nicht nur mit Millionenbeträgen den Erhalt von Streuobstwiesen, sie setze auch darauf, mehr junge Menschen für ihre Pflege zu interessieren, weil sie einen wertvollen Lebensraum für Tiere und Pflanzen darstellten. Aber ein erheblicher Prozentsatz der Streuobstwiesenbäume „vergreise“ allzu schnell, weil sie nicht mehr fachgerecht gepflegt (geschnitten) würden. Deshalb auch ist der Streuobstpreis 2017 des Landes dem Motto „Junge Generation – Zukunft für die Streuobstwiesen“ gewidmet. Ausgezeichnet werden sollen dabei Projekte, die Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene für Streuobst interessieren.

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