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Es gibt Überreste des Neckarwestheimer Atomkraftwerkes, die liegen auf Deponien im Landkreis Ludwigsburg. Behörden – vom Landratsamt bis zum Umweltministerium – werden nicht müde zu betonen, dass es sich um sogenannten freigemessenen Abfall, wie zum Beispiel Fließen oder Mauerreste handelt, der keine Gefahr darstelle und nicht gefährlicher sei als der andere Müll auf den Deponien. Ebenfalls nicht müde werden die Gegner dieses Erklärungsmusters, die sich in der „Interessengemeinschaft Deponien Schwieberdingen und Horrheim“ organisiert haben: Ebendort ist freigemessener Bauschutt bereits „entsorgt“, dorthin sollen bald weitere Ladungen kommen. Zwar stimmte im Juli die Mehrheit des Kreistages dafür, dass Landrat Rainer Haas beim Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) eine Einlagerung „an geeigneter Stelle“ erreichen sollte. Außerhalb des Landkreises. Die Abfuhr aus Stuttgart war kühl: Kretschmann ließ seinen Staatsminister antworten, der Haas beschied, er werde nichts bringen, wenn der Landkreis nur ausreichend ausdauernd seine Verweigerungshaltung zum Ausdruck bringe (die BZ berichte).

Wie geht es weiter für die Protestler? An diesem Dienstagabend, 20 Uhr, veranstaltet die Bietigheim-Bissinger Ortsgruppe des „Bund“ im Gasthaus Bären eine Diskussionsrunde zu genau dieser Frage, ein Sprecher der Bürgerinitiative tritt ebenfalls auf.

Dieses Treffen hat die BZ zum Anlass genommen, in einem Wochenschwerpunkt noch einmal auf die Anfänge des AKW in Neckarwestheim zu blicken (zur Chronologie siehe auch Grafik oben), um an den weiteren Tagen der Woche über neue Formen der Energiegewinnung in der Region zu berichten.

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