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Schulbrände: Polizei muss weiter ermitteln

19 Brandstiftungen hat der 30-Jährige, der den Kreis monatelang in Atem hielt, gestanden. Für die Feuer an Schulen in Bietigheim und Besigheim wird er jedoch nicht angeklagt.

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Im Januar könnte der Prozess rund um die Serie von Brandstiftungen im Landkreis und darüber hinaus beginnen - 19 Feuerattacken legt die Staatsanwaltschaft Heilbronn dem 30-jährigen Tatverdächtigen zur Last, der die auch allesamt gestanden hat (wir berichteten). Die beiden Brände an den Ellental-Gymnasien in Bietigheim-Bissingen und an der Besigheimer Maximilian-Lutz-Realschule Mitte März werden jedoch nicht Teil der Verhandlung sein, in der Anklageschrift tauchen sie nicht auf, der Mann aus Affalterbach will dafür nicht die Verantwortung übernehmen. In der Sache muss die Ludwigsburger Polizei daher weiter ermitteln, bislang gebe es jedoch keine neuen Ansatzpunkte, teilt der Sprecher Peter Widenhorn mit.

Ob die Schulbrände bei einer Masse von 19 Taten nun mitangeklagt werden oder nicht, sei für das Strafmaß auch nicht erheblich, erklärt Harald Lustig, Erster Staatsanwalt in Heilbronn. Denn klar ist sowieso, dass der Brandstifter wohl für Jahre hinter Gittern muss. Eine Schadenssumme von neun Millionen Euro - "das ist kein Pappenstiel", sagt Lustig. Mit mindestens vier Jahren Gefängnis muss der Affalterbacher wohl rechnen.

Zwischen Oktober 2011 und April 2013 soll der Mann in Bietigheim-Bissingen, Tamm, Asperg, Kornwestheim, Backnang, Bretten, Bruchsal, Pforzheim und Karlsruhe Brände gelegt haben. Vornehmlich hatte es der Mann auf Luxuskarossen von Autohäusern abgesehen, in Bietigheim hatte er zudem eine Lagerhalle von Dürr Dental angezündet. In der Nacht vom 10. April war er dann schließlich von Ermittlern der 30-köpfigen Sondertruppe "Logi" bei einem Pforzheimer Möbelhaus auf frischer Tat ertappt worden.

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