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Schillernde Plattform für lokale Helden

Nach dem Karneval ist vor dem Festival. An diesem Donnerstag geht die 66. Berlinale an den Start - und das nach einem erfolgreichen Jahr 2015 wieder mit sehenswerten Beiträgen aus der Ludwigsburger Nachwuchsfilmschmiede.

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Letzte Arbeiten am Berlinale-Outfit: Auch die Filmakademie ist wieder in Berlin mit vertreten.  Foto: 

Die Berlinale ist das größte Publikumsfilmfestival der Welt und lockt Jahr für Jahr Hunderttausende Menschen in die deutsche Hauptstadt an den Potsdamer Platz. Sie ist damit auch eine der wichtigsten Schauplätze für die Nachwuchsfilmemacher der baden-württembergischen Filmakademie in Ludwigsburg.

Schon 2015 hatte, noch bevor die Berlinale in den alltäglichen Festivaltrubel verfiel, jene für Deutschland und auch für die Ludwigsburger Akademie bedeutende Sektion "Perspektive Deutsches Kino" für Oskar Sulowski bereits seinen Höhepunkt. Nach der Eröffnungsgala der Sektion erhielt er offiziell den Made-in-Germany-Förderpreis "Perspektive". Dass die "Perspektive" für viele Ludwigsburger Filmakademie-Absolventen und Studenten stets eine gelungene Plattform ist, zeigte sich auch in der Weltpremiere von "Der Bunker" von Nikias Chryssos, Absolvent der renommierten Ludwigsburger Hochschule, Jahrgang 2013: Sein im Januar in den Kinos angelaufener Horror-Trash-Film entführte den Zuschauer in die Ruhe und Abgeschiedenheit eines unterirdischen Bunkers und in ein höchst neurotisches Beziehungsgefüge.

Und auch dieses Jahr bietet der pulsierende Mittelpunkt der Berlinale, der Potsdamer Platz mit seinen Kinos, Cafés und Restaurants, eine kreative Plattform für lokale Helden, angehende Filmgrößen und bereits in der Filmindustrie etablierte Absolventen der baden-württembergischen Vorzeigeakademie.

Mit dem Film "24 Wochen" hat es Anne Zohra Berrached von eben dieser Hochschule aus der Barockstadt mit ihrem Abschlussfilm als einzigem deutschen Beitrag direkt in den Hauptwettbewerb geschafft. "24 Wochen" erzählt die Story der Kabarettistin Astrid (Julia Jentsch). Die Geschichte: Im sechsten Monat schwanger hat sie gerade erfahren, dass ihr ungeborenes Kind das Down-Syndrom hat. Sie und Ihr Mann Marcus (Bjarne Maedel) haben eine Wahl, aber nur wenig Zeit. Astrid fühlt sich verloren, alleine und nicht in der Lage, ihren Alltag als Comedian weiterzuleben. Am Schluss muss sie entscheiden. Doch wer darf oder sollte entscheiden, ob ein Leben lebenswert ist?

Für Elsa Kremser, zuständig für das Marketing des Films "Hinter dem Schneesturm", wird es nach 2014 das zweite Mal sein, dass die Sektion "Perspektive Deutsches Kino" ihr die Möglichkeit offeriert, ein Werk zu präsentieren. Und auch wenn er nicht mit anderen Filmemachern in Konkurrenz steht, so dürfen alle Fans des Dokumentarfilms auf "Hinter dem Schneesturm" von Levin Peter (ebenfalls von der Filmakademie Ludwigsburg) gespannt sein.

Aber mit diesen Dreien nicht genug, denn insgesamt fünf Produktionen von Studierenden und Alumni der Filmakademie Baden-Württemberg sind in diesem Jahr in das Programm der Berlinale aufgenommen worden. Der Spielfilm "Wir sind die Flut" von Sebastian Hilger genauso wie die Dokumentationen "Valentina" von Maximilian Feldmann und "Above and Below" von Nicolas Steiner haben es auf die Kinobühne des Festivals geschafft.

Info
Tanja Majer aus Ingersheim berichtet exklusiv für die BZ von der Berlinale mit besonderem Augenmerk auf die Beiträge der Filmakademie Baden-Württemberg.

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