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Radverleih: System soll 2017 starten - Fünf weitere Stationen in Ludwigsburg?

Ausgehend von der Landeshauptstadt Stuttgart soll im nächsten Jahr ein interkommunales Fahrrad- und Pedelecverleihsystem für die Region

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Die Ludwigsburger E-Bike-Station am Bahnhof wurde im vergangenen Jahr eröffnet.  Foto: 

Ausgehend von der Landeshauptstadt Stuttgart soll im nächsten Jahr ein interkommunales Fahrrad- und Pedelecverleihsystem für die Region starten. Auch im Kreis sind eine Reihe von Kommunen dabei.

Die Region Stuttgart will beim Radverleih im Rahmen eines interkommunalen Netzwerks durchstarten. 20 Kommunen sind es, die ab 2017 ein Netz von 86 Verleihstationen mit zusammen 960 Fahrrädern, davon 300 Elektrofahrräder, anbieten wollen. Die europaweite Ausschreibung, mit der ein Betreiber für das Verleihsystem gesucht wird, hat bereits begonnen.

Mit dabei sind auch die Kommunen aus dem Landkreis, die bereits bahnhofsnahe E-Bike-Stationen haben, unter anderem Bietigheim-Bissingen, Ludwigsburg, Kirchheim und Vaihingen. Ludwigsburg verfügt etwa über eine NETZ-E-2-R-Station am Bahnhof und eine e-Station an der Bärenwiese. Es sei beabsichtigt, nach Ablauf des Betreibervertrags im Jahr 2018 die NETZ-E-2-R-Stationen in das neue interkommunale Fahrrad- und Pedelecverleihsystem zu überführen, erläutert Sprecherin Meike Wätjen. Das sei schon bei deren Einrichtung so geplant gewesen. Die anderen Kommunen wollen ebenso verfahren.

In Stuttgart liegt die Situation etwas anders. Dort gibt es derzeit 45 Stationen mit 500 Fahrrädern, betrieben von einem Tochterunternehmen der Deutschen Bahn. Dieser Betreibervertrag läuft Ende 2016 aus, was der Anlass dafür war, die Neuausschreibung vorzunehmen und im kommenden Jahr mit einem regionalen Netzwerk weiterzumachen.

Doch der Blick in der Landeshauptstadt geht bereits weiter. Ein zweiter Teil der Ausschreibung bietet weiteren Kommunen aus der Region Stuttgart die Möglichkeit, sich zu einem späteren Zeitpunkt an das Netzwerk anzuschließen. Hier haben sich rund 40 Städte und Gemeinden als "Optionskommunen" angemeldet.

Darunter ist auch die Stadt Ludwigsburg. Sie hat sich als "Optionskommune" die Möglichkeit offengehalten, fünf Stationen einzurichten. Auf Grundlage der Analyse des Städtebau-Instituts seien insbesondere die Standorte S-Bahnhaltestelle Favoritepark, Innenstadt (Marstall Ludwigsburg), Gewerbegebiet West, Klinikum und Neckarufer/Hoheneck in Bezug auf potenzielle Nachfrage und topografische Lage für weitere Verleihstationen geeignet, heißt es in der Vorlage, die am Donnerstag, 17. März, im Ausschuss für Bauen, Technik und Umwelt beraten werden soll. Die Stadtverwaltung strebt einen Beschluss an, der sie ermächtigen soll, die fünf weiteren Stationen einzurichten.

Die Kosten für diese fünf neuen Stationen werden auf 25.000 Euro pro Jahr beziffert. Man geht dabei von durchschnittlichen Zuschusskosten in Höhe von etwas 1000 Euro pro Rad und Jahr aus. Die übliche Standardverleihstation ist mit fünf Rädern, davon vier Fahrräder und ein Pedelec, ausgestattet. Bei einer Vertragslaufzeit kommt man damit auf Gesamtkosten von 200.000 Euro. Hinzu kommen aber noch einmalige Kosten von bis zu 20.000 Euro für die Bereitstellung der Flächen und der Stromversorgung pro Station.

Weiterhin muss Ludwigsburg die Kosten für die zwei bestehenden Stationen Bärenwiese und Bahnhof berappen, die mit maximal 10.000 Euro pro Jahr und 80.000 Euro in acht Jahren veranschlagt werden. Aufgrund der bereits vorhandenen Infrastruktur fallen hier die Kosten für die Bereitstellung der Flächen und der Stromversorgung weg beziehungsweise nur in geringer Höhe an. Ein Zuschussgeschäft ist der Pedelec- und Fahrradverleih aber in jedem Fall. Laut Stadtverwaltung kommt durch die Einnahmen nur ein kleiner Teil der Kosten wieder herein. Wie aus der Vorlage hervorgeht, ist von einer anteiligen Deckung der Gesamtkosten durch die Einnahmen aus dem Verleih in Höhe von nur drei bis fünf Prozent auszugehen.

Interkommunaler Radverleih: So soll's funktionieren

Buchungsterminals Der Verleih sowohl von Fahrrädern als auch von Pedelecs soll nach den Angaben der Ludwigsburger Stadtverwaltung über ein automatisiertes System mit zentralem Buchungsterminal an den jeweiligen Standorten möglich sein. Die PolygoCard soll hierbei in das Verleihsystem integriert und als Hauptzugangsmedium etabliert werden. Nach heutigem Stand der Technik sei außerdem das Ausleihen via Smartphone-App Standard. Fahrräder sollen an jeder Station im interkommunalen Fahrrad- und Pedelecverleihsystem zurückgegeben werden können. Die Rückgabe erfolgt dabei ebenfalls automatisiert.

Freiminuten Ebenfalls angedacht sei die Gewährung von 30 Freiminuten pro PolygoCard-Nutzer pro Tag ab Beginn des Verleihs.

 

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