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Pro-Kopf-Arbeitszeit: Landkreis Ludwigsburg weit vorne

Die höchste Pro-Kopf-Arbeitszeit in Baden Württemberg wird im Hohenlohekreis und in Stuttgart geleistet. Auch der Kreis Ludwigsburg ist vorn mit dabei.

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Eine Gebäudereinigerin wischt den Flur in einer Berufsschule. Sie sind oftmals auch als Teilzeitkraft eingestellt.  Foto: 

Das Statistische Landesamt Baden-Württemberg hat Zahlen zur Pro-Kopf-Arbeitszeit herausgegeben. Dabei landen der Hohenlohekreis und der  Stadtkreis Stuttgart auf dem ersten und zweiten Platz. Demnach arbeitet ein Erwerbstätiger dort durchschnittlich jeweils 1411 Stunden im Jahr und somit landesweit am längsten.

Am unteren Ende der Skala liegt der Stadtkreis Heilbronn, in dem das Arbeitsvolumen je Erwerbstätigem 1 256 Stunden beträgt. Der Landkreis Ludwigsburg liegt mit 1375 Stunden zusammen mit dem Kreis Rastatt auf dem siebten beziehungsweise achten Platz von insgesamt 44 Land- und Stadtkreisen in Baden-Württemberg. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies im Kreis Ludwigsburg ein Plus von 2,1 Prozent, wobei auch die Anzahl der Erwerbstätigen um zwei Prozent von 250.400 auf 255.500 angestiegen sei.

Wie das Statistische Landesamt auf Kreisebene für das Jahr 2014 feststellt, reicht in den Regionen die Spannweite von 1383 Arbeitsstunden pro Kopf in der Region Stuttgart bis zu 1335 Stunden in der Region Hochrhein-Bodensee. Der Landesdurchschnitt beträgt 1364 geleistete Arbeitsstunden.

Ausschlaggebend für die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden ist der Umfang an marginalen Beschäftigungsverhältnissen. Hierzu zählen zum Beispiel 450 Euro-Jobs (Minijobs) und kurzfristige Beschäftigungsverhältnisse wie beispielsweise bei Saison- oder Ferienkräften und auch eine Teilzeitbeschäftigung.

Welche Rolle diese Beschäftigungsverhältnisse spielen, hänge stark von der jeweiligen Wirtschaftsstruktur vor Ort ab. So sind Mini- und Teilzeitjobs meist im Dienstleistungssektor anzutreffen. Arbeitet ein großer Anteil an Erwerbstätigen in solchen marginalen Beschäftigungsverhältnissen oder in Teilzeit, leisten diese wegen ihrer geringeren Arbeitszeit auch weniger Arbeitsstunden als ihre vollzeitbeschäftigten Kollegen.

So arbeiten im Hohenlohekreis und im Stadtkreis Stuttgart, die landesweit die höchste Arbeitszeit je Erwerbstätigem aufweisen, lediglich 24 oder 26 Prozent aller Erwerbstätigen marginal oder in Teilzeit und der Großteil ist dort Vollzeitbeschäftigter. Dagegen liegen die Anteile der marginal und in Teilzeit Beschäftigten im Kreis Heilbronn bei schon 38 Prozent. Im Landkreis Ludwigsburg liegt dieser Wert der marginal Beschäftigten bei 12,6 und die Teilzeitbeschäftigung bei 16,9 Prozent.

Mit dem Fleiß der Beschäftigten haben hätten regional unterschiedlichen Arbeitspensen dagegen nichts zu tun, heißt es in der Mitteilung weiter, da die Berechnungen keine Rückschlüsse auf die Intensität und Qualität der geleisteten Arbeit zulassen.

Auch die Regionen wurden vom Statistischen Bundesamt einzeln unter die Lupe genommen. Und auch hier belegt Stuttgart den ersten Platz mit einer Stundenzahl von 1383 geleisteten Arbeitsstunden. Davon sind 11,9 Prozent marginal Beschäftigte und 16,4 Prozent Teilzeit beschäftigt.

Das Schlusslicht im Regionenranking bildet hier die Region Hochrhein-Bodensee. Die Region Heilbronn-Franken ist auf Platz zehn von insgesamt 13 Regionen. Alle Angaben beziehen sich auf 2014.

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